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    Building the Future: Veranstaltungsreihe von DETAIL research
    Halle A6, am Eingang Ost, Forum A6 / 332

    Täglich von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr

    Werden wir unsere Städte künftig als Rohstoffquellen nutzen? So proklamieren es zumindest die Protagonisten ressourcenschonenden Bauens im Sinne eines Urban Mining. Oder: Weicht die Relevanz unserer gebauten urbanen Umgebung zunehmend hinter Funktionen intelligenter Systeme zurück? Was lernen wir daraus, wenn das Nutzerverhalten zum Forschungsgegenstand moderner Gebäudetechnik wird, wie es bei Monitoring-Verfahren der Fall ist? Und welche Wirkungsweisen der Natur können unter dem Begriff »New Nature« für Tragwerke und Materialien genutzt werden?

    Die Vortragsreihe von DETAIL research führt die Forschungsspitzen unterschiedlicher Institute und Themenschwerpunkte im Forum A6 unter dem Titel »Building the Future« zusammen. Geladen sind Architekten, Wissenschaftler und Ingenieure unter anderem der ETH Zürich, des ILEK in Stuttgart, der Fraunhofer Gesellschaft sowie der TU München, der RWTH Aachen, des KIT Karlsruhe und der Universität der Künste Berlin aber auch forschender Büros und Unternehmen wie Arup oder AEDAS. Die Veranstaltung gliedert sich jeweils in eine Vortragsrunde mit anschließendem Expertenpanel.

    Städtebauvision von Standardarchitecture für Peking im Rahmen des Audi Urban Future Award 2010

    Smart Urban Systems – Montag, 14. Januar 2013
    Neben den gebauten Strukturen, wird Stadt vor allem in Hinblick auf ihre Bedeutung als Informationsträger interessant: Die urbane Umgebung wird dabei zum intelligenten System, das Informationsflüsse generiert. Stadtplanung jenseits gebauter Struktur bedeutet dynamisches Ressourcenmanagement für Flächen, Energie und Infrastruktur. Digitale Software ermöglicht die Zusammenführung der Datenströme zu komplexen Stadtsimulationen.

    • Bauen in der Morgenstadt – Dr.-Ing. Alexander Rieck, Fraunhofer-Gesellschaft & Laboratory for Visionary Architecture LAVA, Stuttgart
    • Adaptive Systeme - Symbiotisches Design - Prof. Dr.-Ing. Arno Schlüter, Architecture & Sustainable Building Technologies, ETH Zürich & keoto AG
    • Mapping spatial configurations and user behaviours for urban design - Christian Derix, AEDAS Computational Design Research Group, London
    • Zukunftsforschung in Architektur und Stadt - Prof. Markus Schlegel, Institute International Trendscouting IIT, HAWK Hildesheim

    Analysegrafik (Mapping) von AEDAS, die die kürzesten Fahrradverbindungen zwischen den einzelnen Stationen von Barclays Cycle Hire in London zeigt.

    Engineered Materials - Dienstag, 15. Januar 2013
    Als Herzog & de Meuron Ende der 90er-Jahre anfingen, mit neuen Materialien und Werkstoffverfahren in der Architektur zu experimentieren, war das revolutionär. Die Faszination für die unkonventionelle Adaption neuer Materialien im Bereich von Design und Architektur teilen heute viele Architekten. Aber die Erforschung neuer Materialien ist nicht (nur) ästhetisch motiviert: Neue Werkstofftechnologien ermöglichen hocheffiziente, auf ihren Einsatzzweck maßge­schneiderte Baumaterialien. Verbund- und Hybridwerkstoffe kombinieren unterschiedliche Materialeigenschaften für eine optimierte Leistung. Technologietransfer aus anderen Industrie­zweigen – beispielsweise der Automobil- oder Verpackungsindustrie – eröffnet auch für die Baubranche neue Perspektiven.

    • Biomimetic strategies for an elastic architecture - Prof. Dr.-Ing. Jan Knippers, Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen, Universität Stuttgart
    • Neue Ansätze im Betonleichtbau - Michael Herrmann, Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren, Universität Stuttgart
    • Konstruieren mit Faserverbundwerkstoffen und biegeelastischer Formgebung - Prof. Dr.-Ing. Christoph Gengnagel, Universität der Künste Berlin
    • Hochleistungswerkstoffe Kohlenstoff und Graphit - Dr.-Ing. Oswin Öttinger, Lehrstuhl für Carbon Composites, Technische Universität München und SGL Group – The Carbon Company

    Holzleichtbauplatte "HeiLight" von Schotten & Hansen

    Porosität eines Gradientenbetons, Nahaufnahme (ILEK, Stuttgart)

    Monitoring Architecture  - Mittwoch, 16. Januar 2012
    Das Nutzerverhalten steht im Vordergrund der Forschung, wenn von Monitoringverfahren die Rede ist. Hier werden Modellprojekte und neue, nachhaltige Gebäudekonzepte auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft. Über die Auswertung der Daten und ihre inhaltliche Rückkopplung in die Architektur werden Monitoring und soziale Simulation zum Ausgangspunkt für zukünftige Planungsstrategien.

    • Nutzerbeobachtung zur Optimierung von (Tages-)Lichtwirkungen - Prof. Peter Andres, Lichtplaner, Fachhochschule Düsseldorf
    • Wirkungsfolgeforschung in der Architektur - Dr. Pe-Ru Tsen, rheform Workplaceinnovations GmbH, Frankfurt
    • Zur Vergleichbarkeit internationaler Projekte zum klimaneutralen Wohnen und Arbeiten - Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss, Universität Wuppertal

    Im Monitoringverfahren beobachtetes Plusenergiehaus, Entwurf: Werner Sobek, Foto: Matthias Koslik, Berlin / Sto AG

    New Nature - Donnerstag, 17. Januar 2013
    Die Bionik überführt Wirkungsweisen aus der Natur in technische Anwendungen. In der Tier- und Pflanzenwelt finden sich optimierte Tragstrukturen und adaptive Oberflächen, deren Prinzipien auf die Architektur übertragen werden können. Bionisch basierte Konstruktionen und Gebäudehüllen vereinen strukturelle und funktionale Effizienz mit überraschenden gestalterischen Ansätzen.

    • Die bio-adaptive Fassade - Energieerzeugung durch Mikroalgen - Dr.-Ing. Jan Wurm, ARUP Materials, Berlin
    • Bionik Skins - Univ. Prof. Dr.-Ing. Dirk Henning Braun, Braun Associates Architekten, RWTH Aachen
    • Computational Design Thinking - Prof. Achim Menges, Universität Stuttgart

    "Prototower 3" des Forschungsprojekts für materialoptimierte High-Rise-Structures, DRX / Henn Architekten, die Konstruktionsweise orientiert sich am Tragverhalten von Seifenhäuten

    Mass Customization - Freitag, 18. Januar 2013
    Digitale Planungs- und Fertigungsprozesse ermöglichen die serielle Fabrikation maßgeschneiderter Bauelemente. Die computergestützte Durchführung vom Entwurf bis zur Baustellenlogistik birgt ein neues Potential für vorgefertigte Bauteile. Die Ausführung bewegt sich im Spannungsfeld von Robotik bis Systemmontage.

    • The Customization 500 - Prof. Dr. Dominik Walcher, Salzburg University of Applied Sciences, M.I.T LivingLabs
    • Building Lifecycle Management: Integrative Planung, Produktdatenmodellierung und Virtual Engineering - Prof. Dr.-Ing. Petra von Both, KIT Karlsruhe
    • Mass Customization and Personalization in Architecture and Building Construction - Frank Steiner, Technology and Innovation Management Group, RWTH Aachen

    Der Pudelma Pavillon in Turku (2011) wurde mit Hilfe von Preliminary Design entwickelt und mit CNC Prototyping umgesetzt.

    Urban Mining - Samstag, 19. Januar 2013
    Neue Strategien von Re-Cycling und Re-Use betrachten das urbane Umfeld als Werkstoffquelle. Lokale Konzepte, die Ressourcen aus der unmittelbaren Umgebung verwerten, stehen dabei im Vordergrund. Werkstoffkreisläufe wandeln sich durch intelligente Verwertungsstrategien von offenen, linearen Systemen zun geschlossenen Kreisläufen im Sinne eines »cradle-to-cradle«.

    • Reduce/Reuse/Recycle - Muck Petzet, Architekt, München
    • Ressourcen- und Stoffstrommanagement - Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme, Fachhochschule Münster
    • Superuse: Waste streams and limited resources as an opportunity for innovative design - Jan Jongert, 2012Architecten, Rotterdam

    Aus Fundstücken zusammengesetzter Ausstellungsraum der Architekturfakultät Trondheim, Foto: RAKE visningsrom

    Über DETAIL research

    DETAIL research ist eine Vermittlungsplattform, die Entwicklungsfragen und Szenarien zur Zukunft des Bauens betrachtet. Im Netzwerk von DETAIL research tauschen sich Architekten und Beteiligte aus Industrie, universitärer Forschung und Politik persönlich aus. DETAIL research sammelt, strukturiert, bewertet und vermittelt die Ergebnisse.

    Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nur in Verbindung mit einem Besuch der Messe BAU 2013 möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Vorträge werden simultan deutsch/englisch übersetzt. Zum Forum gehört eine Communication Area mit Café.

    DETAIL research