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Heft G1/2014

Green 1/2014

DETAIL Green 1/2014

Ferienhaus auf Laesø, Foto: Helene Høyer Mikkelsen

Noch rätseln viele Architekten und Ingenieure, was genau nachhaltige oder »intelligente« Gebäude eigentlich auszeichnet, da drängt bereits die nächste Wortmarke in den Architekturdiskurs: das »Aktivhaus«. Im vergangenen Jahr ging in Deutschland der Verein »AktivhausPlus e.V.« an den Start, um den Bau von Plusenergiehäusern voranzubringen.

Auf internationaler Ebene ist die »Aktive House Alliance« schon etwas länger tätig. Die unterschwellige Botschaft ist klar: Ein »Aktivhaus« ist schon begrifflich das Gegenteil eines Passivhauses.

Aktivhäuser sollen nicht nur klimaneutral und umweltfreundlich betrieben werden können, sondern ihren Bewohnern auch größtmöglichen thermische Komfort und eine hohe Luftqualität im Innenraum bieten. Interessanterweise sind das ziemlich genau die gleichen Vorteile, mit denen auch die Befürworter des Passivhauses für ihr Konzept werben.

Alles Wortklauberei also? Alter Wein in neuen Schläuchen? Um das herauszufinden, haben wir mit zwei Protagonisten des energieeffizienten Bauens gesprochen: Manfred Hegger, dem Mitbegründer des Aktivhaus e.V. und langjährigem Präsidenten der DGNB, und Wolfgang Feist, dem Gründer des Passivhaus Instituts. Die beiden Interviews in dieser Ausgabe von DETAIL Green verdeutlichen die Unterschiede beider Positionen ebenso wie grundsätzliche Gemeinsamkeiten. Etwa diese: Klimaneutrales Bauen kann nur gelingen, wenn die Hausaufgaben auf der »passiven« Seite – gute Dämmung, Luftdichtigkeit und Wärmebrückenfreiheit - erledigt und gleichzeitig aktive Komponenten zur Energieversorgung ins Gebäude integriert werden.

Auch darüber, dass Gebäude das Wohlbefinden ihrer Bewohner fördern müssen und dass quartiersübergreifenden Energiekonzepten die Zukunft gehört, waren sich die Interviewpartner einig.

Von einer ganz großen Koalition in Sachen Klimaschutz sind wir derzeit dennoch weit entfernt. Denn während progressive Zeitgenossen wie Manfred Hegger und Wolfgang Feist Gas geben, treten andere Akteure in Deutschland – allen voran aus der Wohnungswirtschaft – mächtig auf die Bremse. Auch dies ist Thema auf den folgenden Seiten dieser Ausgabe.

Womöglich ist es ohnehin wenig zielführend, sich in Grundsatzdebatten à la »aktiv versus passiv« zu erschöpfen oder auf Basis theoretischer Zahlen über die Wirtschaftlichkeit bestimmter Energiestandards zu diskutieren. Denn bekanntermaßen kommt es auf den Einzelfall an. Deshalb dokumentieren wir auch in dieser Ausgabe von DETAIL Green wieder herausragende Einzelfälle mit unterschiedlichsten Nutzungen – vom Ferienhaus bis zum ehemaligen Getreidesilo – in der Hoffnung, dass diese die derzeit schwelenden Grundsatzdebatten um viele Jahre überdauern werden.
(Jakob Schoof)

01.05.2014
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Übersetzungen aus Heft 0/2014
Italienisch (377,51 KB)
Französisch (277,78 KB)
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