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Architektur | News | Heft 7+8/2010

Cité du Design in Saint-Étienne

18.07.2010 2010-07-18 23:00:00


Architekten: LIN Finn Geipel und Giulia Andi, Berlin/Paris mit Cabinet Berger, Saint-Étienne

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Luftbild Areal vor dem Eingriff

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Rendering mit dem Neubau

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Fabrik vor dem Eingriff

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Fabrikhalle Altbau innen

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Fabrikaltbau mit dem Neubau

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Längsseite Neubau

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Blick vom Place d?Armes

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Neubau im Zwielicht

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Aussichtsturm

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Designausstellung

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Wechselausstellung

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Gewächshaus

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Foyer

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Bibliothek

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Fassadendetail

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Foto: Jan-Oliver Kunze

Die Industriebrache der ehemaligen Waffenmanufaktur ist charakteristisch für Staint-Étienne, einst eine wichtige Bergbau- und Indus­triestadt 60 km südlich von Lyon. Die ver­lassenen Fabriken sind zentrumsnaher Bestandteil der urbanen Struktur. Seit 1998 finden in der Universitätsstadt Design-Biennalen statt und verleihen dem Ort eine neue Bedeutung als Design-Zentrum.
Die auf dem großzügigen Fabrik­areal positionierte »Cité du Design« soll mit neuen Ausstellungsflächen, Bibliothek und Restaurant Impulse für den Aufschwung setzen. Zudem konnte die Hochschule für Kunst und Design Werkstätten und Lehrräume in den Altbauten unterbringen.


Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Axonometrie des Neubaus



Der flache Neubau rief Diskussionen hervor, da er direkt in der Achse zwischen Place d’Armes und dem Kopfbau der Fabrik platziert ist. Konzipiert haben die Architekten das 200 Meter lange Gebäude jedoch als filigranen Filter und urbanes Bindeglied im Wechselspiel mit dem Turm, der den Ort weithin sichtbar markiert.

Das stählerne Raumfachwerk erinnert an die Architektur der Fabrikhallen und erlaubt einen stützenfreien Raum. Die Hülle besteht aus gleichseitigen Dreiecken, ausgefacht mit elf verschiedenen Modulen. Diese filtern Licht, absorbieren oder transformieren es in Energie und regulieren Luft- und Wärmehaushalt nach Bedarf.

Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Tageslicht-Sonnenstunden-Module


Auch die durch gläserne Raumteiler zonierten Nutzungsbereiche interagieren klimatisch: Das Gewächshaus soll den angrenzenden Zonen Wärmeein­träge im Winter einbringen. Ein Kühl- und Heizboden, die thermische Aktivierung der Gründungspfähle und ein Feld von 24 Erdsonden stellen zusammen mit Photovoltaikpaneelen die Energieversorgung sicher.
Die Hülle bietet zudem ein Experimentierfeld für technologische Neuerungen, das in näherer Zukunft mit Photosynthese-Modulen bestückt sein wird.

Zwei Jahre lang überwachen die Agentur für Umwelt- und Energiemanagement sowie der französische Energieversorger EDF und das wissenschaftliche Zentrum für Gebäudetechnik das klimatische Experiment mittels Sensoren.


Cit? du Design, Saint-?tienne, LIN, Glas, Module

Module: 6 Beispiele

Von Sabine Drey
18.07.2010

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