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Emporis Skyscraper Award 2012 für Absolute Towers in Kanada

Die Absolute Towers, die zu einem fünf Gebäude umfassenden Komplex gehören, überzeugten die international besetzte Jury vor allem durch ihr unverwechselbares Design: „Die organische Drehung der beiden Baukörper um bis zu 8 Grad pro Etage ist nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch eine gelungene Abwechslung zu den starren Formen des Hochhausalltags“, begründete das Expertengremium seine Entscheidung, die beiden 176 und 158 Meter hohen Türme als Sieger zu küren.

1. Absolute Towers, Mississauga, Kanada
MAD, Burka Architects
Höhe: 158–176 m
Etagen: 50–56

Absolute Towers

Absolute Towers. Foto: Edvard Mahnic

Absolute Towers

Absolute Towers. Foto: Edvard Mahnic

Absolute Towers

Absolute Towers. Foto: Edvard Mahnic

DETAIL Bericht über die Absolute Towers

DETAIL Interview mit Ma Yansong von MAD Architects

Die Absolute Towers waren auch für den Internationalen Hochhaus Preis 2012 nominiert.

Mit der Verleihung des Emporis Skyscraper Awards an die Absolute Towers geht der Preis nun bereits zum zweiten Mal nach Kanada. Zuletzt hatte 2001 das One Wall Centre in Vancouver den begehrten ersten Platz belegt. Überraschenderweise sind die U.S.A. als Wiege der Hochhaus-Architektur dieses Jahr nicht vertreten. Stattdessen demonstrieren internationale Metropolen wie Moskau, Istanbul oder Guangzhou mit einer beeindruckenden Vielfalt einzigartiger Gebäude ihren Anspruch auf ein eigenes Kapitel in der Geschichte herausragender Wolkenkratzer-Architektur.

 

Die weiteren Platzierungen:

2. Al Bahr Towers, Abu Dhabi
Aedas Architects, Diar Consult VAE
Höhe: 145 m
Etagen: 29

Aufgrund seiner innovativen Fassade überzeugt der Skyscraper-Komplex in klimatischen wie designspezifischen Kriterien. So kann je nach Sonnenstand die äußere Haut der Fassade computergesteuert rotiert werden, womit die Wärmeenergie im Inneren deutlich reduziert wird. Beim Design haben sich die Architekten von den arabischen Mashrabiya-Fenstern – dem traditionellen islamischen Sonnen- und Sichtschutz – inspirieren lassen.

Al Bahr Towers

Al Bahr Towers. Foto: AEDAS

 

3. Burj Qatar, Doha, Katar
Ateliers Jean Nouvel
Höhe: 238 m
Etagen: 46

Das Gebäude besticht durch seine außergewöhnliche Fassadengestaltung. Die metallene Gitterfassade, deren Design – wie bei den Al Bahr Towers – den traditionellen Mashrabiya-Fenstern entlehnt ist und zum Sonnenschutz beitragen soll, weist im Detail ein komplexes Muster auf. Die eindrucksvolle Wirkung der ornamentalen Fassade entfaltet sich vollends unter der Kuppel, die den zylindrisch geformten Wolkenkratzer krönt.

Burj Qatar

Burj Qatar. Foto: CSCEC


4. The Bow, Calgary, Kanada
Foster + Partners, Zeidler Partnership Architects
Höhe: 236 m
Etagen: 58

The Bow

The Bow. Foto: C. Nigel Young, Foster + Partners

 

5. House on Mosfilmovskaya, Moskau, Russland
Sergey Skuratov Architects
Höhe: 213 m
Etagen: 53

House on Mosfilmovskaya

House on Mosfilmovskaya. Foto: Igor Butyrskii

 

6. Pearl River Tower, Guangzhou, China
SOM, Guangzhou Design Institute
Höhe: 310 m
Etagen: 71

Pearl River Tower

Pearl River Tower. Foto: SOM © Si-ye Zhang

 

7. Varyap Meridian, Istanbul, Türkei
RMJM, Dome Architects
Höhe: 100–188 m
Etagen: 24–52

Varyap Meridian

Varyap Meridian. Foto: Nikola Sarnavka

 

8. UniCredit Tower, Mailand, Italien
Pelli Clarke Pelli Architects, Adamson Associates Architects, Tekne S.p.A.
Höhe: 218 m
Etagen: 33

UniCredit Tower

UniCredit Tower. Foto: Giuseppe Labanca

 

9. Renaissance Barcelona Fira Hotel, L’Hospitalet de Llobregat, Spanien
Ateliers Jean Nouvel, Ribas & Ribas Asociados
Höhe: 105 m
Etagen: 26

Renaissance Barcelona Fira Hotel

Renaissance Barcelona Fira Hotel. Foto: Ateliers Jean Nouvel

 

Der 10. Platz wurde zwei Projekten gemeinsam zugesprochen

Dumankaya IKON, Istanbul, Türkei
TAGO Architects
Höhe: 149 m
Etagen: 41

Dumankaya IKON

Dumankaya IKON. Foto: TAGO Architects

 

Zhengzhou Greenland Plaza, Zhengzhou, China
SOM, ECADI
Höhe: 280 m
Etagen: 56

Zhengzhou Greenland Plaza

Zhengzhou Greenland Plaza. Foto: SOM © Si-ye Zhang

 

Die Jury bestand aus einem internationalen Expertengremium, das aus über 300 Wolkenkratzern ausgewählt hat. Vorgabe war, dass die Gebäude eine Höhe von mindestens 100 Metern aufweisen und im vorigen Kalenderjahr fertig gestellt wurden. Der internationale Anbieter von Gebäudeinformationen Emporis vergab den Preis in diesem Jahr zum 13. Mal.

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