Seite drucken
-

Themen

Architektur | Themen

Fliegendes Korallenriff: Restaurant im Einkaufszentrum Wien Mitte

RamienGo ist ein Restaurant im neuen Bahnhof und Einkaufszentrum “The Mall” in Wien Mitte. Es ist die jüngste Ergänzung der für ihre kontemporäre Interpretation der südostasiatischen und chinesischen Küche bekannt gewordenen Ramien Group. Tzou Lubroth Architekten entwickelten eine 33 Meter lange, hängende Konstruktion aus eigens für das Projekt gefertigten Aluminiumstangen, die zu Assoziationen einlädt.

Architekten: Tzou Lubroth Architekten, Wien
Standort: Landstraßer Hauptstraße 1b, (1. Stock im Wien Mitte The Mall), A-1030 Wien

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Im Zentrum steht die abgehängte Deckeninstallation aus 466 Aluminiumrohren, wobei jedes einzelne eine unterschiedliche Krümmung aufweist. Die 3D-Freiform-Biegungen wurden speziell für dieses Projekt, mit Hilfe von CNC Rohrbiegemaschinen, vorgefertigt. Die Rohre wurden pulverbeschichtet, enden in einem runden Aufsatz und sind an einem von der Betondecke abgehängten Stahlträger befestigt. Dieser passt sich mit seinen Biegungen über eine Länge von 33 Metern der Gesamtform an, und bildet das konstruktive ‚Rückgrat‘ der Installation.

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Ansicht, Grafik: Tzou Lubroth Architekten

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Gesamtansicht, Grafik: Tzou Lubroth Architekten

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Grundriss: Grafik: Tzou Lubroth Architekten

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Ein abgehängter Stahlträger bildet das konstruktive ‚Rückgrat‘ der
Fotos: Tzou Lubroth Architekten

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Installation

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Tzou Lubroth Architekten

An einem Ende dreht sich das ‚Rückgrat‘, biegt sich nach unten und umschlingt eine Betonsäule, die Aluminiumrohre werden um fast 90 Grad gebogen und öffnen dadurch die Form für die Vorbeigehenden. Sowohl Form als auch Farbgebung der Deckeninstallation nehmen Bezug auf die bereits bestehende Design-Identität der Ramien Restaurants und ist Resultat eines umfangreichen Designprozesses, welcher auf Prototypstudien basiert. Was als Prototyp begann, wurde an die spezifischen Anforderungen des Bauplatzes angepasst.
Ein Hauptaugenmerk des Designs wurde auf die Übersetzung der Geometrie gelegt. Statt die Form als nahtlose Hülle zu fertigen, war es wichtig die strukturellen Einzelteile und die Fertigungsmethode auszudrücken.

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Oberhalb der Sichtbaren, den Raum bestimmenden Aluminiumrohre wurden die Lüftungskanäle bewusst sichtbar gelassen. Die Lichtspots wurden am Stahlrückgrat befestigt. Unter der roten Aluminiumkonstruktion, grenzt sich das Restaurant durch einen grauen Epoxyboden und ein niedriges Stahlgeländer zur Umgebung ab. Konstruktiver Beton wurde sichtbar gelassen. Die Küche ist ein funktionaler Edelstahlblock. Die Einrichtung besteht aus einer Kombination von Corian Tischplatten, Holzbänken und gebleichten Holzstühlen.

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Stefan Zenzmaier

Mit der frei fließenden Deckeninstallation schaffen die Architekten Tzou Lubroth nicht nur einen »eyecatcher« in einer Umgebung, voller Stimuli und Sinnesüberflutung, sondern auch eine durchlässige Hülle, die das Restaurant vom Rest des Trubels abschirmt.

Restaurant RamienGo in Wien von Tzou Lubroth Architekten

Foto: Michael Mishima

Weitere Informationen
www.tzoulubroth.com


Ein Beitrag von Peter Popp und Emilia Margaretha.


Weitere Projekte zum Thema »Bauen mit Stahl« lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe DETAIL 2013/7+8. Die Heft-Beilage »interior design« enthält weitere Projekte zum Thema »Innenraum«.

Anzeige

Verwandte Artikel
Architektur

Auf der Spur der Töne: »SoundCloud Headquarter« in Berlin

Auf drei Ebenen eines alten Brauereigebäudes gestaltete das junge Designbüro Kinzo das neue Headquarter der Online-Musiktauschbörse SoundCloud.

mehr
Architektur

Design-Wettbewerb »Create your Tile« entschieden

Für ihre Arbeit »Fossil« erhielt die polnische Designerin Kasia Zareba am 23. September 2014 auf der Cersaie in Bologna den ...

mehr
Architektur

»Blue Building« in Kupferrot: Gewerbebau in Wien

Der kupferrote Firmensitz der Peter Blau GmbH vereint Corporate Design mit hocheffizienter Gebäudetechnik.

mehr