Geschäftsklima der Architekten
17.02.2009 2009-02-17 23:00:00

Nach den aktuellen Ergebnissen der vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts bei den freischaffenden Architekten hat sich das Geschäftsklima in Deutschland zu Beginn des vierten Quartals 2008 leicht eingetrübt. Anscheinend haben die Auswirkungen der Finanzkrise nun auch die Architekturbüros erreicht.
Der Anteil der Testteilnehmer, die ihre aktuelle Lage als „schlecht“ bezeichneten, stieg nur leicht von 30 auf 32 Prozent. Allerdings fiel der Anteil der „gut“-Meldungen von 30 auf 23 Prozent ab. Außerdem erwarten jetzt 23 statt vorher 19 Prozent der Architekten eine „eher ungünstigere“ Entwicklung.
Der Anteil der freischaffenden Architekten, die im Verlauf des dritten Quartals 2008 neue Verträge abschließen konnten, war mit 45 Prozent so klein wie letztmals vor gut drei Jahren. Besonders stark fiel der Einbruch bei der Ordertätigkeit öffentlicher Auftraggeber aus. Hier kann man allerdings darauf hoffen, dass sich das Konjunkturpaket der Bundesregierung positiv auswirkt.

Im gewerblichen Hochbausektor kam es nach sieben Quartalen mit umfangreichen Planungsaufträgen zur „überfälligen“ Konsolidierung: Das neu akquirierte Planungsvolumen halbierte sich fast. Damit fiel der Umfang der Planungsaufträge von gewerblichen Auftraggebern innerhalb eines einzigen Quartals wieder auf das Niveau von vor zwei Jahren.
Die im Jahr 1980 in lediglich vier Bundesländern gestartete Architektenumfrage führt das ifo Institut seit 1996 bundesweit durch. Dabei werden vierteljährlich rund 2.500 freischaffende Architekten befragt. Aus den Umfrageergebnissen werden die Indikatoren Geschäftsklima, Vertragsabschlüsse – und das damit verbundene geschätzte Bauvolumen – sowie Auftragsbestände ermittelt. Das quartalsweise vorliegende Datenmaterial wird ergänzt durch jährlich erhobene Daten über die Größe der Büros sowie deren Rechtsform und Honorarumsätze.
Quelle: ifo Architektenumfrage, 4. Quartal 2008
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