Jørn Utzon gestorben
30.11.2008 2008-11-30 23:00:00

Der Architekt Jørn Utzon ist im Alter von 90 Jahren am 29.November 2008 in einem Pflegeheim nördlich von Kopenhagen gestorben. Der dänische Architekt wurde mit zahlreichen Auszeichnungen für sein Werk bedacht, unter anderen auch mit dem Pritzker-Preis 2003. Er entwarf das Opernhaus in Sydney.
Der Sohn eines Schiffsbauers, der bei Asplund, dem Vater der modernen skandinavischen Baukunst, studiert hatte, war bis zu seinem Wettbewerbserfolg in Sydney 1957 ein unbekannter Nachwuchsarchitekt. Dann aber sorgten seine suggestiven Skizzen von der neuen Oper für Furore. Wegen des Streits um Kosten und gestalterische Ausführung legte er sieben Jahre vor der Fertigstellung des Opernhauses in Sydney 1973 das Projekt nieder. Das Innere des Gebäudes wurde anschließend von durch die Australische Regierung bestimmten Architekten umgeplant und ausgeführt.
Weitere wichtige Projekte des Pritzker-Preisträgers sind die Hofhaussiedlung Kingo in Helsingør (1956 - 1960) genauso wie sein Wohnensemble in Fredensborg (1962 - 1963), die das Vokabular der Architekturmoderne mit den jeweils örtlichen Gegebenheiten verbanden.
Für Utzon, Schüler solcher Großmeister wie Gunnar Asplund oder Alvar Aalto, hatte die Form nicht der Funktion zu folgen, sondern es galt, Funktion und Form in Übereinstimmung zu bringen. Er war mit dem Opernhaus in Sydney nicht nur ein Vorreiter des heute so präsenten organischen Bauens - sondern auch ein Mitbegründer ikonischer Architektur.
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