Seite drucken
Architektur | News

Roth: Verhältnis von Preis und Leistung beim Bauen muss stimmen

09.10.2006 2006-10-09 23:00:00

Initiative "Kostengünstig qualitätsbewusst Bauen" "Orientierung an den Lebenszykluskosten muss die Devise beim Wohnungsbau sein", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesbauminister Karin Roth heute bei der Veranstaltung "Bauen für die Zukunft" in Berlin.

Im Rahmen der Initiative "Kostengünstig qualitätsbewusst Bauen" hatten Planungsexperten und Verbraucherschützer zu der Veranstaltung eingeladen, bei der die Erwartungen des Bauherren an die Planung von Wohngebäuden im gesamten Lebenszyklus und die sich daraus ergebenden Anforderungen für Ingenieure und Architekten zur Diskussion standen. Deutliche Verbesserungen sollen praxisnahe Informationen über zeitgemäße Energieeinsparmöglichkeiten im Alt- und Neubau bringen. "Das CO 2-Gebäudesanierungsprogramm ist ein großer Erfolg für Wirtschaft und Umwelt, Wohneigentümer und Investoren. Insgesamt wurden bis August diesen Jahres schon Kredite im Umfang von 7,5 Mrd. Euro bewilligt", so Roth.

Die Steigerung der Wohneigentumsquote stabilisiert unsere Städte. Daher sollten Bürgerinnen und Bürger, die erstmals kleinere Wohnungsbauvorhaben durchführen, auch durch neutrale fachliche Informationen in die Lage zu eigenverantwortlichen Entscheidungen versetzt werden. "Nichts überzeugt mehr, als gute Beispiele und gute Informationen. Diese erhöhen die Sicherheit des Einzelnen und damit die Investitionsbereitschaft am Bau", sagte Roth. Dabei steige der Trend zur Gebrauchtimmobilie und damit der Bedarf an Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen. Bei begrenzten Raumverhältnissen und einem reduzierten Budget zu besonders qualitätsvollen Lösungen zu kommen, stelle eine Herausforderung für Planungsexperten dar.

Die Schnittstelle für den Informationsaustausch ist die Initiative "Kostengünstig qualitätsbewusst Bauen" die vom Bundesbauministerium in Kooperation mit 26 Partnerverbänden durchgeführt wird. Unter dem Motto "Kompetenzen vernetzen" erhöht sie die Chancen zur Bildung von Wohneigentum. In diesem Rahmen werden für Bürgerinnen und Bürger praxisorientierte Hilfestellungen und umfassende Fachinformationen erstellt. Darüber hinaus soll mit erfolgreichen Vorzeigeprojekten das baukulturelle Bewusstsein geschärft werden.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

09.10.2006

Anzeige

Verwandte Artikel

Das Architekturmodell – Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie

Modelle sind eines der wichtigsten und sinnlichsten Elemente im architektonischen Gestaltungs-, Entscheidungs- und Bauprozess. Doch sie sind weit mehr als ...

mehr

Moderne Geisterstädte

Verlassene Städte sind nicht zwangsläufig Fälle für den Archäologen. Unzählige zeitgenössische Siedlungen existieren jenseits der öffentlichen Wahrnehmung als "moderne Geisterstädte". ...

mehr

Europas Architekten zu Besuch in Coburg

Seit 2002 veranstalten Studierende des Studiengangs Architektur an der HS Coburg die "Dienstagsreihe", zu der sie Architekten, Landschafts- und Innenarchitekten, ...

mehr