Tagebau Zwenkau bei Leipzig wird zu See
22.03.2007 2007-03-22 23:00:00

Von einer tristen Bergbaugegend zum attraktiven Naherholungsgebiet: Mit dem Zwenkauer Tagebau wird seit heute das letzte Braunkohlegebiet im Leipziger Umland rekultiviert. Rund 174 Millionen Kubikmeter Wasser fließen bis 2014 in das Areal.
Den "Wasser Marsch!"-Befehl gab unter anderem Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: "Die Flutung zahlreicher Tagebauten in den neuen Bundesländern ist eine Erfolgsgeschichte: Die Lebensqualität steigt, die Gegend wird attraktiver für den Tourismus, und Arbeitsplätze entstehen auch noch", sagte Lütke Daldrup. Die Braunkohlesanierung in Ostdeutschland ist die größte Landschaftsbaustelle Europas und ein beschäftigungs- und strukturpolitisches Großprojekt: 8,1 Milliarden sind bisher zur Finanzierung geflossen, der Bund trägt davon 60 Prozent. Bis zu 20 000 Menschen fanden dadurch eine Beschäftigung. Besonders erfreulich: Die Zwischenziele wurden bisher schneller und zu geringeren Kosten erreicht, als geplant. Mit 970 Hektar Wasserfläche wird der Zwenkauer See größer als der Tegernsee und auch der größte der insgesamt sieben Bergbaufolgeseen im Leipziger Süden sein.
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