Award für nachhaltige Verkehrsarchitektur vergeben
31.03.2009 2009-03-31 23:00:00

Foto: Erhard Kargel, Linz
Der Renault Traffic Future Award 2008 geht an die deutschösterreichische
Grenzbrücke „Mariensteg“ in Neuburg am Inn. Der Vorsitzende der Wettbewerbsjury, Architekt Christoph Ingenhoven, übergab die Auszeichnung bei der festlichen Preisverleihung am 27.
November in Berlin.
In diesem Jahr wurde der Renault Traffic Future Award – eine
Skulptur des Düsseldorfer Bildhauers Thomas Schönauer – zum
neunten Mal vergeben. Der Preisträger, die Geh- und Radwegbrücke
„Mariensteg“, ist eine 144 Meter lange, freispannende Hängebrücke
mit nur einem Pylon. Das schlanke Bauwerk ist minimalistisch und
zugleich ästhetisch gestaltet. Die Konstruktion erforderte nur einen
geringen Eingriff in die Landschaft sowie minimalen
Ressourcenverbrauch und ist somit sehr nachhaltig.
Nachhaltigkeit als festes Bewertungskriterium
Die Nachhaltigkeit der eingereichten Bauwerke ist seit 2007 ein
festes Bewertungskriterium. „Die Renault Umweltstrategie umfasst
weit mehr als die Entwicklung wirtschaftlicher und umweltschonender
Fahrzeuge“, erklärt Jacques Rivoal, Vorstandsvorsitzender der
Renault Deutschland AG. „So erfüllen beispielsweise alle 38 Renault
Werke die strenge Umweltnorm ISO 14001. Deshalb ist es
selbstverständlich, dass Nachhaltigkeit auch beim Renault Traffic
Future Award eine wichtige Rolle spielt.“
Die Nominierten
Neben dem „Mariensteg“ in Neuburg am Inn waren drei weitere
Verkehrsbauwerke für den Renault Traffic Future Award 2008
nominiert:
Beim Bau der Fußgänger- und Radfahrerunterführung in Lingen
(Ems) wurde auf klare Geometrien gesetzt. Mit ihrer funktionalen und
optisch sehr ansprechenden Gestaltung setzt die Unterführung ein
klares städteräumliches Zeichen.
Die 245 Meter lange vierspurige Lautrupsbachtalbrücke in Flensburg
steht auf sechs stromlinienförmigen Stützen. Die Tragkonstruktion
bildet mit der gekrümmten Schallschutzwand der Brücke eine
gestalterische Einheit.
Das Revisionsgebäude am Albtalbahnhof Karlsruhe ist ein Zweckbau
mit Aufenthalts- und Sozialräumen für Wartungspersonal. Tragwerk,
Wand und Dach verschmelzen zu einer Stahlhülle. Durch die
lebendige, scharfkantige Geometrie wird aus dem Zweckbau eine
raffinierte kleine Bauskulptur.
In diesem Jahr wurden insgesamt 41 Objekte eingereicht. Der
Renault Traffic Future Award ist seit Jahren über die Fachwelt hinaus
als Forum für innovative Architekturkonzepte bekannt. Die
Bundesarchitektenkammer unterstützt den Wettbewerb als offizieller
Kooperationspartner. Schirmherr des Renault Traffic Future Award ist
das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Weitere Informationen über www.renault-traffic-future.de
Renault Traffic Future Award 2008
Preisträger:
Geh- und Radwegbrücke „Mariensteg“, Neuburg am Inn
Ingenieur: Dipl.-Ing. Erhard Kargel, Linz, Österreich
Bauherren: Gemeinde Neuburg am Inn, Deutschland
Gemeinde Wernstein am Inn, Österreich
Die Nominierten:
1. Fußgänger- und Radfahrerunterführung, Lingen (Ems)
Gestaltung / Licht / Vegetation:
Fickers Architekten, Lingen (Ems)
Baukonstruktion / Planung Ingenieursbau:
DB International GmbH, Consulting Europa,
Niederlassung Nord, Berlin
Bauherr: Stadt Lingen (Ems)
2. Lautrupsbachtalbrücke, Flensburg
Architekten: AX5 Architekten BDA, Kiel
Ingenieure: Ingenieurteam Trebes Rendsburg, Rendsburg
Bauherr: Stadt Flensburg, FB für Infrastruktur und
kommunale Bauten, Flensburg
3. Revisionsgebäude Abstellanlage Albtalbahnhof, Karlsruhe
Architekten: Kränzle + Fischer-Wasels Architekten BDA,
Karlsruhe
Tragwerksplanung:
Janssen + Stöcklin, Karlsruhe
Bauherr: AVG Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH, Karlsruhe
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