Die Letzten im Rennen um Bonner Festspielhaus
14.06.2009 2009-06-14 23:00:00
Das Architektenauswahlverfahren um das Beethoven Festspielhaus in Bonn geht in die letzte Runde. Vergangene Woche tagten die Expertengremien im Bonner Post Tower und suchten aus den verbliebenen vier Entwürfen zwei aus: Zaha Hadid und Hermann & Valentiny sollen weiter an ihren Entwürfen feilen.
Nachdem Ende Januar aus den Entwürfen von zehn international renommierten Architektenbüros vier in die engere Auswahl gekommen waren, stellten nun in der zweiten Runde Zaha Hadid Architects aus London, Hermann & Valentiny aus Luxemburg, Arata Isozaki aus Tokyo und Richard Meier aus New York ihre überarbeiteten Entwürfe vor. Persönlich erschienen bis auf Hadid alle der namenhaften Architekten zur Präsentation. Hadid lies sich von Patrik Schumacher vertreten, dem in Bonn geborenen Partner Ihres Büros.
Das Expertengremium sah bei allen vier vorgestellten Entwürfen die Aufgabenstellung von World-Class-Architektur und First-Class-Akustik für das Festspielhaus als erreicht an.
Ausschlaggebend für die letztendliche Auswahl zugunsten des Entwurfs von Zaha Hadid war zum einen die spektakuläre Architektur und der in wesentlichen Punkten überarbeiteten Konzertsaal, der eine interessante Variation der klassischen Shoebox darstellt. Die Gebäudeform ermöglicht durch ein überraschend geringes Volumen ein gutes energetisches Konzept. Die Öffnungen der Hülle versprechen ein interessantes Spiel aus Licht und Schatten im Inneren.
Für den Entwurf der Luxemburger von Hermann & Valentiny sprach ebenfalls das lichtdurchflutete Innere mit Panoramasicht zum Rhein, das durch die Auffächerung des Baukörpers entsteht. Der Konzertsaal verspricht, nach Ansicht der Experten, nach seiner Detaillierung in Phase II eine hohe klangliche Perfektion.
Das Expertengremium besteht aus der Bonner Oberbürgermeisterin, Vertretern des Bundes, des Landes, des Kreises und Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben.
Eine abschließende Entscheidung über den am Ende zu realisierenden Entwurf wird gegen Jahresende erwartet. Bis dahin werden die Entwürfe von Zaha Hadid und Hermann & Valentiny weiteren intensiven Prüfungen bezüglich ihrer Raumkonzeption und der Baukosten unterzogen. Damit soll sichergestellt werden, dass der am Ende siegreiche Entwurf eine möglichst optimale Funktionalität bekommt und der zu erwartende Kostenrahmen eingehalten wird.
Anzeige
Konzert- und Konferenzzentrum „Harpa“ in Reykjavik
Islands Hauptstadt eröffnete im Mai 2011 mit dem ersten Konzert den Neubau, der wie ein Kristall im alten Hafen schillert.
Guangzhou Opera House
Die Guangzhou Opera ist der zurzeit architektonisch ambitionierteste Veranstaltungsbau Chinas mit einem der beeindruckendsten Zuschauerräume weltweit. Eine Animation führt durch ...
Festspielpavillon der Bayerischen Staatsoper in München
Der temporäre Pavillon für die Opernfestspiele ist ein spektakulärer Bau. In verschiedenste Richtungen zeigende spitze Zacken aus Aluminium ziehen die ...


















