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Architektur | News

Südtirol setzt Zeichen!

12.08.2009 2009-08-12 23:00:00

Mit alpitecture wurde eine Plattform geschaffen, um Wissen und Erfahrungen zu den Themen Alpen, Architektur und Technologie

Mit alpitecture wurde eine Plattform geschaffen, um Wissen und Erfahrungen zu den Themen Alpen, Architektur und Technologie nicht nur in Südtirol auszutauschen. Die Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln erzeugt ungewöhnliche Ideen und Erkenntnisse. Spannend und belebend ist die Interkulturalität der Akteure, die in den Workshops, Vorträgen, Präsentationen und Diskussionen deutlich wird.

Südtirol, in der Mitte der Ost- und Westalpen ist eine vielgesichtige Region, die sowohl den mediterranen Flair als auch die alpinen Extreme in sich vereint und bietet einen passenden Rahmen für alpitecture. Hier galt es über die Alpen als extremen Lebensraum, über die Architektur als gestaltetes Lebensumfeld und über zukunftsfähige Technologien nachzudenken. In fünf Workshops wurde über die Architektur in Verbindung mit der Topographie und der Geschichte Südtirols gearbeitet.

„Wer vom Ziel nichts weiß, wird den Weg nicht finden." (Christian Morgenstern). So schien auch das Motto der Vorträge über Kultur, Wirtschaft, Raumplanung, Regionalentwicklung und Architektur namhafter Referenten aus der Region. Vom 14.-17. Mai 2009 begaben sie zusammen mit 30 Architekten aus bekannten und international tätigen Architekturbüros auf den "Weg". Gestartet wurde die Reise am Vigilus Mountain Resort. Weiter ging es über Brixen und Sigmundskron bis zum Weingut Manincor in Kaltern.

 

Reinhold Messner, dessen Motto: „Ich bin, was ich tue“, sich auch in seinem Verständnis für Architektur widerspiegelt, berichtete über sein neu gegründetes Messner Mountain Museum. Bei ihm dreht sich alles um Berg und Mensch. Wege, Treppen, Türme führen die Besucher aus der Tiefe der Gebirge, wo Entstehung und Ausbeutung der Berge nachvollziehbar werden, über die religiöse Bedeutung der Gipfel als Orientierungshilfe und Brücke zum Jenseits, bis zur Geschichte des Bergsteigens und zum alpinen Tourismus im jetzt und hier.

Im Messner Mountain Museum fanden auch die Präsentationen des Metallbau- Unternehmens Frener & Reifer Metallbau, der Höller KG, der Firma Lanz Metall und der Firma Erlacher Innenausbau statt, bei denen die Teilnehmer einen Eindruck von der Qualität handwerklicher Produkte der Bauwirtschaft und dem dazu notwenidigen KnowHow gewinnen konnten.

Das Stadttheater von Meran bot dann Stefan Behnisch, der sein international tätiges Architekturbüro Behnisch architects 1989 gründete, eine spannende Kulisse. In seinem öffentlichen Vortrag stellte er eine „Inhaltlich geprägte Architektur – Planung im Kontext der Umwelt“ dar. Über 100 Gäste lauschten zunächst seinen Ausführungen und dann der anschließenden Podiumsdiskussion, bei der er, Ruth Berktold, Lukas Abram, Wolfgang Ritsch, Jan Papenhagen Markus Walder teilnahmen. Die Moderation dieser Diskussion übernahm Oliver Herwig.

Auch über die Ergebnisse aus den fünf vorangegangenen Workshops zu Themen Architektur und Technologie in der Topografie Südtirols wurde hier gesprochen. Es gab wichtige Erkenntnisse, so zum Beispiel, dass die Architektur die Kultur des Landes Südtirol manifestiert und stetig beeinflusst wird durch die gesellschaftliche Struktur, Politik, und die Wirtschaft jeweils in Abhängigkeit mit der komplexen Historie.

Weitere Informationen gibt es auf der eigens eingerichteten Online-Plattform: www.alpitecture.com

Ergebnisse aus der alpitecture Tour Bozen-Meran

alpitecture geht auf Tour!
Wer neugierig geworden ist und alpitecture samt seiner Akteure erleben möchte kann am 30. September 2009 nach Zürich, am 28. Oktober 2009 nach Wien, oder am 25. November 2009 – München kommen.

Die Idee zu alpitecture hatten ap35. Initiiert wurde es von EOS. – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen. Alpitecture wird getragen durch die Südtiroler Unternehmen.

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