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Architektur | Themen

Bildungsbeitrag von Coop Himmelb(l)au

01.01.2009 2009-01-01 23:00:00

coop, himmelb(lau, High School, Los Angeles

Foto: Lane Barden / Coop Himmelb(lau)

Coop Himmelb(l)au hat die Central Los Angeles Area High School #9 für bildende und darstellende Kunst fertig gestellt. Die Schule soll offiziell zum neuen Schuljahr im September 2009 eröffnet werden.

Die in vier Akademien organisierte Schule - eine für jede der hier gebotenen Kunstdisziplinen wird circa 1.800 Schüler aufnehmen und besteht aus sieben Gebäuden: dem Theaterbau, vier Unterrichtsgebäuden, der Bibliothek und einer Cafeteria. Gelegen auf einer 3,6 Hektar großen Fläche in der Innenstadt von Los Angeles soll die Schule die Grundausbildung für die Oberstufenjahre 9-12 und zusätzlich Kurse für visuelle Kunst, darstellende Kunst, Musik und Tanz anbieten.

Das Entwurfskonzept der Wiener Architekten besteht darin, durch architektonische Zeichen als Symbole das Engagement der Gemeinde Los Angeles für die Kunst zu kommunizieren. Wie Schachfiguren definieren drei skulpturale Gebäude, die sich auf den innerstädtischen Kontext von Los Angeles und auf das Programm beziehen, die räumliche und energetische Anordnung des ansonsten rechtwinkligen Masterplans neu.

coop, himmelb(lau, High School, Los Angeles

Foto: Lane Barden / Coop Himmelb(lau)

Ein Turm mit spiralförmiger Rampe in Form der Zahl 9 über dem Schnürboden des Theaters dient als weithin sichtbares Zeichen für Kunst in der Stadt und als Identifikationspunkt für die Schüler. In seinem Inneren ist ein Veranstaltungs-, Konferenz- und Ausstellungsraum mit Aussicht über die Stadt geplant.

Zusätzlich bildet die repräsentative Lobby den öffentlichen Eingang ins Theater und bindet die Schule in die Kulturmeile der Grand Avenue ein. Wie ein Brückenkopf verknüpft die Lobby das Gelände an die Kultureinrichtungen auf der anderen Seite des Freeways. Das Theater mit all seinen Attraktionen kann öffentlichen beziehungsweise gewerblichen Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden, um so die Möglichkeit zusätzlicher finanzieller Einkünfte für die Schule zu schaffen.

Die Bibliothek, oder „Raum des Wissens“, artikuliert sich formal durch einen geneigten Kegelstumpf, der als Symbol für Lernen und Bildung in der Mitte des Schulhofs platziert ist. Dieser bietet im Inneren einen offenen, dynamischen Raum, der durch die Belichtung über ein rundes Oberlicht eine introvertierte Atmosphäre der Kontemplation und des konzentrierten Lernens erzeugt.

Die vier Unterrichtsgebäude bilden die rechtwinklige Raumbegrenzung der Schulhöfe. Die funktionalen Riegelbauten beherbergen jeweils eine Akademie sowie andere, gemeinsam genutzte Ausbildungs- und Verwaltungsräume. Jedes der Gebäude ist zweibündig organisiert und durch einen Mittelgang der zugleich als Galerie fungiert, gegliedert. Jede der Akademien verfügt über allgemeine Klassenzimmer, Ateliers, Werkstätten sowie administrative Räume.

Foto: Lane Barden / Coop Himmelb(l)au

Von Axel Dürheimer
01.01.2009
Schule

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