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Architektur | Themen | Heft 11/2010

Dach der Erschließungsachse der EXPO 2010

04.11.2010 2010-11-04 23:00:00

Mit einem imposanten Wahrzeichen - der zentralen Erschließungsachse mit ihrer einzigartigen Dachkonstruktion - empfängt die bisher größte Weltausstellung ihre Besucher. Ein 65 000 m² großes Membrandach aus PTFE-beschichtetem Glasfasergewebe überdacht den 1 km langen Boulevard und geht mit Spannweiten von nahezu 100 m an die Grenzen des technisch Machbaren.

Architekt: SBA Architekten, Stuttgart
Tragwerksplaner: Knippers Helbig Advanced Engineering, Stuttgart – New York

Die bisher größte Weltausstellung empfängt ihre Besucher mit einem imposanten Wahrzeichen – der zentralen Erschließungsachse mit einer einzigartigen Dachkonstruktion. Der 1 km lange und 100 m breite Boulevard ist eine Fußgängerzone auf vier Ebenen, überdacht von einer 65 000 m² großen Membran. Gehalten wird das Dach von 19 Innenstützen, 31 Außenmasten und 6 Trichtern aus Stahl und Glas mit einem zweifach gekrümmten Freiformstabtragwerk. Diese so genannten Sun Valleys leiten Tageslicht in die unteren Geschosse, schaffen die Verbindung nach außen und sind Orientierungspunkte auf dem riesigen Areal.

Das Konzept einer gebauten Landschaft mit fließenden Übergängen von innen nach außen verlangte nach einer sich öffnenden Dachkonstruktion. Dies ließ sich nur mit einer Membran aus PTFE-beschichtem Glasfasergewebe verwirklichen, wobei freie Spannweiten von nahezu 100 m im Grenzbereich des technisch Machbaren liegen. Den abschließenden Formfindungsprozess des Dachs prägten statische Gesichtspunkte.

Nach der Weltausstellung bleibt die EXPO-Achse als eines von fünf Gebäuden erhalten und wird das Zentrum eines neuen Stadtteils in Shanghai. Die Nutzung des Megabauwerks nach dieser Großveranstaltung war daher von Anfang an von entscheidender Bedeutung – städtbaulich wie ökologisch. Als offene und durchlässige Konstruktion mit einer innovativen Überdachung ist es das verbindende Element des neuen Stadtgebiets.

In DETAIL 11/2010 »Leichte Konstruktionen« finden Sie eine ausführliche Dokumentation des Projekts.

Von Judith Faltermeier
04.11.2010
Dach , EXPO , Kunststoffdach , Membrandach , Sonderbauten

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