Granit, Messing, Handwerk – neue Fußgängerzone in Innsbruck
05.08.2011 2011-08-05 23:00:00
Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit ist die Maria-Theresien-Straße in Innsbruck fertig gestellt und wird am 6. August 2011 offiziell eröffnet.

2009 wurde bereits der nördliche Teil der Straße zur Fußgängerzone umgewandelt und kann dem großen Nutzeransturm dank robuster Materialien erfolgreich standhalten. Der Granitbelag zieht sich jetzt von der Triumphpforte bis zur Altstadt und schafft viel Platz für innerstädtische Spaziergänge mit Blick auf die Berge.
Mit dem Umbau sollte die Maria-Theresien-Straße ihrer Bedeutung für Innsbruck gerecht werden: Ein atmosphärisch reicher, städtischer Ort sollte entstehen, der einlädt zum Spazieren, Verweilen und Begegnen. Seine Identität gewinnt dieser Ort dabei aus dem Spannungsfeld zwischen Urbanität und Weitblick in die Natur, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Eigenständigkeit im Charakter und Verbindungsfunktion innerhalb des Innsbrucker Stadtgefüges.
Zwei wesentliche Materialien, Granit und Messing, heben diese Dualitäten in der neuen Gestaltung auf: Ein Teppich aus vier verschiedenen österreichischen Graniten schafft eine zusammenhängende Platzfläche, ein Netz aus messingfarbenen Bodentafeln und daraus emporwachsender Möblierung lässt in der Straßenmitte die eigentliche Platzfläche entstehen. Nachts werden die Bewegungszonen entlang der Häuser hell erleuchtet, während in der Platzmitte niedriges Licht den Blick auf Sterne und Bergsilhouette freilässt.

Die neue Innsbrucker Fußgängerzone wird am Samstag, 6. August 2001, ab 10:30 Uhr mit einem Straßenfest eröffnet.
Projekt: Freiraumgestaltung / Public Space Design
Ort: Innsbruck (Austria)
Auftraggeber: Stadt Innsbruck
Wettbewerb: 2006
Baubeginn: 2008
Fertigstellung: 2009-2011
Fläche: 7.500 m²
Planung: AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, Wien

Lageplan: AllesWirdGut Architektur ZT GmbH
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