Museum für Meereskunde und Surfgeschichte in Biarritz
26.09.2011 2011-09-26 23:00:00
“Unter dem Himmel, unter dem Meer”, beschreibt Steven Holl seinen Leitgedanken für das räumliche Konzept. Den Entwurf für das Museum entwickelte Holl zusammen mit der brasilianischen Architektin und Künstlerin Solange Fabião.

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Claudia Fuchs

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Claudia Fuchs

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Rendering: Steven Holl

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Rendering: Steven Holl
Die „Cité de l’Océan et du Surf“ entstand in der Nähe der Strände Milady und Ilbaritz. Die wellenförmige Dachkonstruktion des Museums arbeitet sich regelrecht aus dem Boden und verweist sowohl auf die umgebende Landschaft als auch auf den Inhalt des Gebäudes: ein neues interaktives Museum über den Lebensraum Ozean und den Surfsport.
Schwungvoll gestaltete Rampen kommen wellengleich aus dem Erdboden hervor und lassen Gebäude und Topographie ineinander verschmelzen. Wie Felsbrocken liegen in dieser gebauten Landschaft gläserne Kuben, die besonders bei einbrechender Dunkelheit den eigenständigen Charakter der Gebäudeformation unterstreichen.

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Steven Holl

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Steven Holl
Der Besucher soll sich im Inneren des Museums wie unter der Wasseroberfläche fühlen. Dafür sorgt eine konvex geformte Betondecke, die den Eindruck einer großen Welle vermittelt. Schwungvoll prägt sie den Charakter der Ausstellungsräume im Untergeschoss, die durch Rampen mit der Eingangshalle verbunden sind.
Die „Cité de l’Océan et du Surf“ bietet Raum für unterschiedliche Funktionen: Museum, Kulturzentrum, Veranstaltungssaal und Restaurant. In den Ausstellungsräumen des Museums werden wissenschaftliche Phänomene des Meeres erläutert.

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Steven Holl
Das Museum für Meereskunde
Anhand eines spielerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Parcours lernt man, wie die Ozeane entstanden sind, was sich auf dem Meeresgrund abspielt und welche Tiere in den Tiefen der Ozeane leben. Der Besucher begibt sich an Bord eines Tiefsee-U-Boots, ein sogenanntes Batyscaphs. Mit einer polarisierten Brille auf der Nase entdeckt er den heimischen Golf von Capbreton und steigt selbst in die Tiefe ab.
Der Ozean ist geprägt durch Gezeiten, Wellen und Strömungen. Um sich eine Vorstellung von den Kräften machen zu können, begibt man sich an Bord eines Bootes, das hilflos inmitten eines Sturms treibt. Auch die Mythen und Legenden rund um das Meer dürfen hier nicht fehlen: die Sintflut, Atlantis und auch das Geheimnis des mysteriösen Bermuda-Dreiecks werden anschaulich thematisiert.

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Iwan Baan
Glaselemente
Die Kombination aus transluzenter Verglasung und transparenten Glasflächen sorgen für eine helle und offene Atmosphäre im Innenraum. Die transluzente Hülle besteht überwiegend aus Gläsern mit einer Kapillareinlage von OKALUX. Die Isoliergläser streuen das Tageslicht tief und gleichmäßig in die Räume. Das verringert den Kunstlichtbedarf und den Wärmeeintrag und senkt damit die Kühllasten des Gebäudes.

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Iwan Baan

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Claudia Fuchs

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Claudia Fuchs
Die Cité de l‘Océan et du Surf wurde am 25. Juni 2011 feierlich eröffnet.

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Steven Holl

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Steven Holl

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Steven Holl

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Steven Holl

Cité de l‘Océan et du Surf in Biarritz, Foto: Claudia Fuchs
Florian Maier
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