Umfrage: Historisierung oder Bekenntnis zum Modernen?
Mit der fast sicheren Auftragsvergabe für den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses mit historisierender Fassade und modernem Inneren ist die Diskussion über „auf alt getrimmtes Bauen“ wieder entflammt. Aber wie ist die Meinung der Architekten dazu? Die DETAIL.de Umfrage soll genau das in Erfahrung bringen. Historisierung oder Bekenntnis zum Modernen?
Das Schloss zu Potsdam soll als Sitz des Brandenburgischen Landtags unter weitestgehender Annäherung an das historische Vorbild wiederauferstehen. Der Auftrag für Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung des neuen Landtags soll an ein Konsortium um den Baukonzern BAM mit dem Architekten Prof. Peter Kulka vergeben werden.
Der neue Landtag Brandenburgs wird nach den vorgelegten Plänen in den äußeren Um- und Aufrissen des ehemaligen Stadtschlosses errichtet werden. Im Inneren soll der Bau nach Fertigstellung 2013 alle Anforderungen an einen modernen und funktionalen Parlamentsbetrieb erfüllen.
Außen durfte das Gebäude nicht modern sein. Denn die Fassade sollte sich nach Willen Prof. Dr. Hasso Plattners größtmöglich an das historische Vorbild anlehnen. Mit dieser Bedingung spendete Plattner 20 Millionen Euro. Damit wurden Tatsachen geschaffen. Denn die Landesregierung ist dankbar für alles, was die Ausgaben senkt.
Jetzt wird das Gebäude ein verkleideter Neubau, vergleichbar mit einem Faschingskostüm. Nur lässt sich dieses mit Platters 20 Millionen Euro unterstützte Kostüm nicht so leicht ablegen, wie eine Piratenkluft an Fasching.
Wie ist Ihre Meinung zum neuen Bauen nach alten Vorgaben, wie in Potsdams oder Berlins Mitte?
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