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Holzhaus in unkonventionellem Gewand

Foto: Dirk Wilhelmy, Stuttgart

Seinen persönlichen Wohntraum verwirklichte der Architekt Volker Wiese in Berlin-Grunewald: Er entwarf ein Wohnhaus im Bauhausstil mit einem außergewöhnlichen Garten. Der mit dem Acrylstein »Hi-Macs« verkleidete Baukörper wurde ausschließlich mit nachhaltigen Baustoffen ausgestattet.

Das zweischenklige Gebäude sichert durch die Anordnung seiner Baukörper nach außen die Privatsphäre und bildet nach innen ein geschütztes Atrium. Der Entwurfsgedanke spiegelt sich in den Fassaden. Zum Straßenraum plante der Architekt eine glatte und nahezu geschlossene Fassade aus symmetrisch angeordneten Hi-Macs-Platten. Kontrastierend dazu weist die innenliegende Fassade spannende Vor- und Rücksprünge und große Fensterflächen auf. Begrünte ­Terrassen und ein japanischer Garten im Obergeschoss ermöglichen verschiedenste Perspektiven auf den Innenhof. In dessen Zentrum liegt ein Naturteich, in dem nur eine unter der Wasseroberfläche befindliche Glaswand den Schwimmbereich von einem Koi-Karpfen-Becken abteilt.

Da für den Architekten die Verbindung zwischen Natur und Wohnen auch entscheidend für die Materialwahl der Baukörper war, wählte er ausschließlich ökologisch-nachhaltige und qualitativ hochwertige Produkte. Das ausführende Architekturbüro Kaden Klingbeil setze Volker Wieses Entwurf als Holzrahmenkonstruktion mit Massivholzdecken um. Die Vorteile der Holzbauweise sollten jedoch nicht plakativ zur Schau getragen werden, weshalb sich die beiden für eine hinterlüftete Fassade entschieden. Diese wurde auf eine Aluminium-Unterrahmen-Konstruktion von BWM Montagetechnik durch den Fassadenbauer Kiebitzberg montiert.

Die speziell für die Außenanwendung entwickelten Fassadenelemente in der Farbe »Alpine White« wurden auf der Unterkonstruktion mit unsichtbaren »Keil«-Hinterschnittdübeln befestigt. Der Mineralwerkstoff setzt sich aus 70 % Natursteinpulver, 25 % Acrylharz und 5 % Naturpigmenten zusammen und ist sehr verschleißfest und langlebig.

Architekt Tom Klingbeil lobt die Vorteile von Hi-Macs: »Die tragende, raumabschließende, dämmende und feuchtigkeitsregulierende Außenwand weist hervorragende wärmetechnische Eigenschaften auf. So benötigt die Holzrahmenkonstruktion im Zusammenspiel mit der Zellulose-Außendämmung einen Energiebedarf von lediglich 70 % des geforderten Energiebedarfs eines Referenzobjektes nach EnEV 2009.«

Die winddichte und atmungsaktive Außenhülle kann vollkommen auf Dampfsperren verzichten, die innenseitige, formaldehydfrei verleimte OSB-4-Tafel, die zugleich die Queraussteifung übernimmt, stellt lediglich eine Dampfbremse dar. Den äußeren Abschluss der Holztafel bildet eine zementgebundene, glasfaserbewehrte Gipsfaserplatte. Auch beim SBI-Test (Single-Burning-Item) konnte Hi-Macs-S728 mit einer Brandklassifizierung von B-s1-d0 (gemäß EN-13501-1) überzeugen.

www.himacs.eu

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:

DETAIL 3/2014

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