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Betonschalung aus Wachs

Ausgangspunkt für Entwicklung der »Non-Waste-Wachsschalungen« waren bisher fehlende Ansätze, den Hochleistungswerkstoff UHPC (Ultra Hochfester Beton) entsprechend seiner Möglichkeiten einzusetzen. Um frei geformte Betonbauteile – die technisch durch das Material möglich gemacht wurden – zu realisieren, sind bisher aufwendige und teure Sonderlösungen notwendig. Für die komplexen Geometrien werden die Schalungskörper bisher aus verschiedenen Materialien wie Holz und Hartschaum gefertigt. Diese weisen hohe Toleranzabweichungen auf und sind in den meisten Fällen nicht nur nicht wiederverwendbar, sondern müssen sogar als Sondermüll entsorgt werden. »Wir haben mit der Non-Waste-Wachsschalung erstmals ein Verfahren entwickelt, mit dem wir hochpräzise Beton-Freiformen in einem ökonomischen und ökologischen Fertigungsprozess herstellen können. Zugleich kann das Industriewachs durch Einschmelzen vollständig wieder verwendet werden«, erläutert Prof. Dr.-Ing. Harald Kloft vom ITE.

Die am ITE unter der Projektleitung von Dipl.-Ing. Jeldrik Mainka entwickelten »Non-Waste-Wachsschalungen« werden aus erkalteten Wachsblöcken subtraktiv gefräst. Gegenüber herkömmlichen Schalungsverfahren werden dabei Abfälle im Produktionsprozess komplett vermieden und gleichzeitig eine enorme Formenfreiheit und sehr hohe Präzision im Betonbau ermöglicht. Der verwendete Werkstoff Industriewachs lässt sich durch eine CNC-gesteuerte Fräsbearbeitung sehr präzise, überaus schnell und mit großer Formfreiheit bearbeiten. In den Festigkeitseigenschaften ist das Material mit Polyurethanen gleicher Dichte vergleichbar, zugleich aber in den Materialkosten deutlich günstiger.

Das Forschungsprojekt erhielt den diesjährigen Innovationspreises der Zulieferindustrie Betonbauteile 2017. Prämiert werden beispielhafte innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen der Maschinen-, Software- und Zulieferindustrie der Betonfertigteilbranche.

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