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Launchlabs, Stereo Architektur

Gundeldinger Gegensätze: Co-working Space in Basel

Mit ihrem Erstlingswerk für die launchlabs in Basel, liefert das junge Büro Stereo Architektur eine eigenständige und selbstbewusste Lösung, die sich mit einem eingestellten Baukörper differenziert zum umgebenden Raum einer ehemaligen Produktionshalle verortet. Die Holzrahmenkonstruktion, die das Grundgerüst des Einbaus ausmacht, erzeugt mit einer klaren Materialsprache einen angenehmen Kontrast zur Stahlkonstruktion und dem industriellen Charme der renovierten Halle. Ohne sich der Großzügigkeit des Raumvolumens unterzuordnen, scheint der neue Baukörper in seiner Präzision und Ausarbeitung einen Dialog mit dem Raum zu führen und wirkt trotz seiner Mehrgeschossigkeit nicht erdrückend.

Die Orthogonalität des Einbaus wird lediglich von der vertikalen Diagonale der raumseitigen Treppe unterbrochen, wodurch die Räume des neuen Einbaus und der Halle stets in Beziehung zueinander stehen können. Der vor dem Einbau von Stereo Architektur aufgespannte Co-working Space wird durch das Raumprogramm des hölzernen Einbaus komplettiert. Neben reichhaltigen Lager- und Staumöglichkeiten auf Erdgeschossebene, werden so auch separate Besprechungsräume im ersten Geschoss und ein Pausenbereich auf dem Dach geschaffen. Entsprechend der bei Co-working Spaces gewünschten Flexibilität, ergeben sich Möglichkeiten um sowohl zurückgezogen, als auch im Team zu arbeiten und bei Bedarf Gespräche mit Kunden oder teamintern führen zu können. Die mit einem Pixelmuster verblendeten Fenster in Richtung der Halle sorgen hierbei für ausreichend Intimität, unterbrechen aber nicht gänzlich den Blickbezug und lassen überdies eine ausreichende natürliche Belichtung zu. Der auf dem Dach des Einbaus angelegte Pausenbereich erzeugt mit seinem knallgrünen Kunstrasen einen lebhaften Kontrast zu den dezent gesetzten roten und gelben Farbakzenten der Halle und hebt sich von den Arbeitsräumen deutlich ab.

Mit ihrem Holzeinbau im Basler launchlab gelingt es Stereo Architektur das Raumprogramm um die nötigen zusätzlichen Funktionen zu erweitern ohne den großzügigen Arbeitsbereich zu sehr zu beschneiden. Mit der Materialwahl erzeugen die Architekten einen spannenden, ausgeglichenen Kontrast, welcher der Architektur des Einbaus das nötige Selbstbewusstsein verschafft, ohne sich auf die Redundanz von bunten Oberflächen oder hippen Möbeln zu beschränken. Mit einer sauberen Konstruktion und einfachen räumlichen Mitteln formen sie einen Co-working Space, der der großzügigen Arbeitsfläche die nötigen Zusatzfunktionen gegenüberstellt.

Kurze Werbepause

Einen Bericht zum Projekt »launchlabs« sowie weitere Co-working Spaces finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe DETAIL inside 2015/2.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:

INSIDE I2/2015
Inside 2/2015

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