You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
MEESVISSER Architekten, Lard Buurman, Reihenhaus, Amsterdam

Kostengünstiger Holzbau: Reihenhaus in Amsterdam

Mitten in der niederländischen Wohnungsbaukrise suchte das Architektenpaar mit zwei Kindern ein passendes Grundstück für ein Eigenheim und wurde in einem Neubaugebiet auf Zeeburgereiland fündig. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegte künstliche Insel östlich der Amsterdamer Innenstadt wurde früher als Militärgelände genutzt und wandelt sich derzeit zu einem neuen Wohnviertel. Der Reiz an dem konventionellen Rei­hen­hausgrundstück lag für die Architekten vor allem in den minimierten Bauvorschriften: Nur das maximale Volumen und die Außenkanten des Gebäudes waren definiert, sodass ein hohes Maß an gestalterischer Freiheit möglich war. Die zu bebauende Fläche betrug exakt 6 ≈ 13 Meter.

Das Haus ist auf vier Ebenen organisiert, die durch einläufige Wangentreppen miteinander verbunden sind. Während sich die gemeinschaftlichen Wohnräume auf das Erdgeschoss und das 2. Obergeschoss verteilen, sind die Schlafräume im ersten und dritten Stockwerk angeordnet. Mit großzügigen Verglasungen öffnet sich das Wohnhaus zu beiden Seiten: nach Nord­osten zur Straße und zum Wasser, nach Südwesten zum Garten. Hier bildet die vorgestellte Balkonkonstruktion einen Sonnenschutz und gleichzeitig eine Pufferzone zur künftigen Nachbarbebauung.

Die Architekten wählten eine massive Holzbauweise aus Brettsperr­holz­elementen, ergänzt durch verstärkende Stahlträger und -stützen sowie die ebenfalls stählerne Balkonkonstruktion auf der Südwestseite. Ausschlaggebend für die Holzbauweise war vor allem die kurze Bauzeit und die damit einhergehende Kostenersparnis. Innerhalb von drei Wochen wurde die Konstruktion aus vorgefertigten Holzelementen aufgestellt. ­Alle weiteren Arbeiten wie der Einbau von Fenstern und Treppen sowie der gesamte Innenausbau benötigten weitere acht Wochen, sodass die gesamte Bauzeit nicht ­einmal drei Monate dauerte. Das Brettsperrholz bildet auch die fertigen Oberflächen von Decken und Wänden und ist somit auch in den Innenräumen erlebbar.

Kurze Werbepause

Dieser Artikel ist aus dem Heft:

DETAIL 1+2/2016
Bauen mit Holz

Bauen mit Holz

Zum Heft

Shop-Empfehlung

Anzeige