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Mehr Effizienz im Büro: Arbeitsplatz der Zukunft

Effizienter, gesünder, komfortabler, leistungsfördernder, kommunikativer – die Erwartungen an das Büro der Zukunft sind hoch. Der Büroarbeitsplatz unterliegt in den letzten Jahren einer stetigen Veränderung und teils widersprüchlichen Aussagen. Neue digitale Möglichkeiten machten es möglich, unabhängig von Ort und Zeit gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Das Home-Office kommt einem gesteigerten Bedürfnis nach Individualität und Selbstverwaltung nach, gleichzeitig gewinnt jedoch das klassische Büro als sozialer Ort der Kommunikation wieder mehr Bedeutung.

»Living Lab smart office space«
Wissenschaftler der TU Kaiserslautern um Prof. Dr.-Ing. Sabine Hoffmann und Prof. Dr. Andreas Dengel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) befassen sich im Forschungsvorhaben »Living Lab smart office space« praxisnah in einer realitätsnahen Umgebung mit dem Büro der Zukunft. Das Projekt widmet sich dabei vorrangig der Rolle neuer Technologien, um den Komfort am Arbeitsplatz zu optimieren. Der Ansatz basiert auf verschiedenen Befragungen, nach denen Unzufriedenheit am Arbeitsplatz häufig auf schlechte thermische Bedingungen und einen hohen Lärmpegel zurückzuführen sind. »Im Büro der Zukunft wird es personalisierte Arbeitsplätze geben, die auf die Bedürfnisse des einzelnen zugeschnitten sind und individuelle Unterschiede besser berücksichtigen«, erläutert Sabine Hoffmann, die den Lehrstuhl für Gebäudesysteme und Gebäudetechnik an der TU Kaiserslautern innehat. Ein Lösungsansatz wäre gezielt eingesetzte Automationstechnik, die an jedem Arbeitsplatz Temperatur, Beleuchtung und Lüftung individuell regelt. Durch neue Technologien ließe sich dadurch weiterhin ein Großteil des Energieverbrauchs einsparen. Das Team des DFKI wird künftig an neuer Hard- und Software arbeiten, die den Büroalltag vereinfachen sollen. »Mit intelligenten Assistenzsystemen lässt sich das Büro von morgen auch bei der Nutzung von Wissen komfortabel gestalten und so Kreativität und Produktivität fördern. Des Weiteren bietet der Einsatz moderner Informationstechnologien, wie zum Beispiel sensorischer Aktivitätserkennung, enormes Potential für flexible Arbeitsumgebungen«, erläutert Andreas Dengel, Leiter des Forschungsbereichs Wissensmanagement. Im neuen Forschungslabor werden nun konkrete und praktische Anwendungssituationen erforscht.  

»My Future Office«
Ebenfalls mit der perfekten Arbeitsumgebung befasst sich das im Juni 2016 gestartete Projekt »My Future Office«, das vom SentinelHaus Institut aus Freiburg koordiniert wird. Hier basiert der Forschungsansatz auf der Suche nach einer gesunden Umgebung, um die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter zu verbessern. Gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern werden unterschiedliche Aspekte einer Büroimmobilie erforscht, um eine Wertsteigerung für diese zu erzielen. Investitionen wie eine optimierte Gebäudehülle, die Reduzierung von Schadstoffen und die Optimierung von Licht, Temperatur und Akustik sollen dazu führen, die Leistungsfähigkeit zu steigern, Ausfallzeiten zu minimeren und die Mitarbeiter zu motivieren. So sollen Investoren, Bauherren und Nutzer gleichermaßen profitieren. Die Prämisse, Methoden und Zielsetzungen sowie die teilnehmenden Projektpartner des noch etwa zwei bis drei Jahre laufenden Verbundforschungsprojekts werden im Rahmen einer Vortragsreihe am 17. Januar 2017 auf der Messe BAU 2017 präsentiert.  

»Office 21«
Ende 2016 feierte das Verbundforschungsprojekt »Office 21« bereits sein 20-jähriges Jubiläum. Seit 1996 erforscht das Fraunhofer IAO zusammen mit zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft die Zukunft der Büro- und Wissensarbeit. Der Fokus der Forschung liegt dabei auf der Verbesserung von Kommunikation, Konzentration, Wohlbefinden, Produktivität, Motivation, Kreativität und Innovation. Neben zahlreichen Szenarien, Konzepten und Methoden, die die Anforderungen an eine nachhaltige Gestaltung der Arbeits- und Lebenswelt erforschen, haben reale Forschungsumgebungen dazu beigetragen, die Tauglichkeit innovativer Bürolösungen im Detail zu überprüfen. Um die im Verbund entwickelten Innovationen erlebbar zu machen, entstand im Jahr 1998 das Informations- und Demonstrationszentrum »Office Innovation Center OIC« am Nordbahnhof in Stuttgart sowie im Jahr 2012 das »Zentrum für Virtuelles Engineering ZVE« am Institutsstandort in Vaihingen. Interdisziplinäre Projektteams unterstützten Architekten und Planer dabei, die Vision einer Arbeitsumgebung mit fließenden Übergängen zwischen Büros, Forschungslabors sowie Test- und Demonstrationsflächen umzusetzen. Eine Vielzahl von Publikationen, die in den letzten Jahren entstanden sind, können auf der Projektwebsite kostenlos heruntergeladen werden. 

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