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Neue Küche: Gesünderes Leben

Wer kennt dieses Phänomen nicht: Jedes neue Vorhaben beginnt erst einmal mit einem deutlichen »Startschuss«, häufig verbunden mit Konsum. Für die neue Sportart muss erst das richtige Equipment erworben werden, Gewicht zu reduzieren beginnt mit der Anmeldung im teuren Studio, für die neue Fremdsprache müssen erst zahlreiche Sprachbücher und Softwaretools angeschafft werden. Genauso verhält es sich laut der Houzz Küchenstudie 2017, die im Rahmen der Möbelmesse imm und der LivingKitchen vorgestellt wurde, sogar auch mit der Renovierung von Küchen. Die Studie, für die knapp 1.000 deutsche Haus- und Wohnungseigentümer befragt wurden, hat ergeben, dass die neue Küche den Beginn eines gesünderen Lebensstils markiert. Und anscheinend geht dieser Plan sogar auch auf!

Gesunder Lifestyle
Knapp ein Viertel aller Befragten gab an, nach der Renovierung eine gesündere Lebensweise angenommen zu haben. Das beinhaltet für 31 Prozent häufigeres Kochen zu Hause, selteneres Bestellen beim Lieferservice (36 Prozent), das Einnehmen der Mahlzeiten am Esstisch (25 Prozent) und das Verspeisen von mehr Obst und Gemüse (19 Prozent). Der Zweck der Küchenrenovierung ist dabei also weniger eine Wertsteigerung des Wohneigentums, als das Vorhaben mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Weitere Gründe für die Sanierung sind bei 31 Prozent der Wunsch nach Neuem, die Küche von 24 Prozent war veraltet und abgenutzt und weitere 18 Prozent konnten erst jetzt die finanziellen Mittel für eine neue Küche aufbringen.

Gestalterische Trends
Mit 70 Prozent entscheidet sich die Mehrheit der Eigentümer bei der Renovierung für einen neuen Stil. Dabei soll die neue Küchen bei 55 Prozent der Deutschen modern aussehen. Den Landhausstil oder skandinavische Einflüsse bevorzugen jedoch immer noch zwölf beziehungsweise zehn Prozent der Befragten. 37 Prozent ist es wichtig, dass sich ihr persönlicher Stil ausdrückt. Mehr als zwei Drittel der Hausbesitzer entschieden sich für individuell angefertigte Lösungen, um den Platz in der Küche besser nutzen zu können (69 Prozent), gefolgt von dem Wunsch nach weniger Unordnung (59 Prozent) und dem Ziel, Gegenstände besser finden zu können (47 Prozent). Nahezu die Hälfte der renovierten Küchen beinhalten teilweise maßgefertigte Möblierung.

Grundsätzlich sind große Räume sehr beliebt. 50 Prozent der Küchen öffnen sich nach der Umgestaltung zu angrenzenden Räumen. In diesen vergrößerten Räumen möchten die Hauseigentümer in Zukunft mehr Zeit mit ihren Familien verbringen und Gäste bewirten. Klassische Farben sind auch weiterhin beliebt. Edelstahlgeräte (58 Prozent), weiße Schränke (49 Prozent) und graue Bodenbeläge (21 Prozent) treffen dabei bei den meisten Befragten auf Zustimmung. Edelstahl in Kombination mit Schwarz ist en vogue und wird in acht Prozent der neuen Küchen verbaut. Bei der Auswahl der Materialien von Arbeitsplatten und Küchenböden sind Optik und Haptik die wichtigsten Merkmale. Ausschlaggebend sind außerdem die Haltbarkeit und die einfache Reinigung der Flächen. Bei Arbeitsplatten werden Granit, Laminat sowie Mineralwerkstoffe bevorzugt, Böden sollen meist aus Stein, Holz, Keramik- bzw. Porzellanfliesen bestehen. Für die Renovierung der Küche wird dabei erfreulicherweise mit 79 Prozent meist ein Profi herangezogen, darunter Küchendesigner & -planer (48 Prozent), Handwerker wie Elektriker oder Klempner (48 Prozent) sowie Tischler und Schreiner (30 Prozent). Aber auch Architekten (10 Prozent) werden mit der Sanierung der Küche beauftragt.

Budgets für die Küchensanierung
Für den Neu- oder Umbau der Küche setzen die Deutschen relativ hohe Budgets an: Einer von fünf Hausbesitzern hat im Jahr 2016 für die Renovierung mehr als 25.000 Euro ausgegeben, 39 Prozent zwischen 10.000 und 25.000 Euro. Auch im vergangenen Jahr lagen die Deutschen im Hinblick auf hohe Budgets in der Eurozone mit durchschnittlich 10.640 Euro vorne, gefolgt von Spanien mit 7.580 Euro und Frankreich mit durchschnittlich 6.490 Euro. Weltweit sind Großbritannien und die USA mit durchschnittlich 13.369 Euro und 20.439 Euro führend.

Zur vollständigen Studie

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