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José Hevia

Stille Präsenz: Klubhaus von GRAS arquitectos

Als Dreh- und Angelpunkt der Golfanlage und als zentraler Treffpunkt soll das neue Klubhaus für die Mitglieder von allen Seiten sichtbar und präsent sein. Wie eine scheinbar zufällige Ansammlung von großen Steinen verteilen sich die vier Baukörper des Klubhauses auf dem Gelände des Golfplatzes. Abgeschrägte Dächer und kantige Formen sorgen für Dynamik und wechselnde Silhouetten.

Die vier Baukörper bilden in ihrer Kubatur eine Neuinterpretation regionaler Bautraditionen: Statt eines traditionellen Schrägdaches werden die einzelnen Volumen von unterschiedlich geneigten Dachflächen bekrönt, die leicht um die eigene Achse verdreht sind und so auf spielerische Weise aufeinander Bezug nehmen. Dies erzeugt optische Variationen der Gebäudeansicht: Je nach Spielposition des Golfspielers erscheint das Klubhaus mal schmal und schlank, mal breit und massiv.

Um die Assoziation mit einem »Felsbrocken« optisch zu festigen, wurden die Baukörper vollständig mit Platten aus lokalem Naturstein umhüllt. Dabei wurde sowohl das Dach als auch die Fassade im gleichen Material gestaltet, was das kantige und monolithische Aussehen stärkt. Auch der sparsame Umgang mit Öffnungen, die sich teilweise hinter den Natursteinplatten verstecken, trägt zu diesem Gesamteindruck bei.

Die vier windmühlenartig angeordneten Baukörper gruppieren sich um einen innenliegenden Bereich, in dem sich die Bar als zentraler Raum des Klubhauses befindet. Von diesem Zwischenraum eröffnet sich in jede Himmelsrichtung ein anderer Ausblick auf den gesamten Golfplatz. Eine raumhohe Verglasung zwischen den vier Volumen sorgt für einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum. Die weiteren Räume des Klubhauses wie Küche, Umkleideräume und dazugehörige Nebenräume, verbergen sich in den umliegenden Baukörpern. Im Gebäude auf der Nordseite befindet sich ein Restaurant, welches sich mittels großer Schiebetüren vollständig zur angrenzenden Terrasse öffnen lässt.

»It´s all about the stone in the landscape.«
Die zentrale Thematik des Konzepts zeigt sich sowohl in der kantigen Gebäudeform, als auch in der versetzten Komposition der Baukörper sowie in der Materialität der Gebäudehülle. Im Kontrast dazu präsentiert sich der Innenraum mit seinen Beton- und Holzoberflächen eher puristisch. Präzise platzierte, großzügige Fensterflächen rücken die Sportanlage in den Mittelpunkt und holen den Golfplatz optisch ins Gebäude.

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:

DETAIL 7+8/2015

Massive Bauten

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