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Foto: Hertha Hurnaus

Wohl behütet: Kindergarten in Südtirol

Der Kindergarten fügt sich an prominenter Stelle in die beschauliche Gemeinde ein. Direkt zwischen der Pfarrkirche, der Friedhofskapelle und der Grundschule befindet sich der Bauplatz. Auf den ersten Blick wirkt es, als wolle sich das Gebäude von seiner Umgebung distanzieren. Es ist an der nördlichen Grenze des Grundstücks positioniert und geht in östlicher Richtung direkt in eine massive Mauer über. Diese führt entlang des Gehwegs im Süden weiter, bevor sie am westlichen Rand als Gartenzaun wieder zum Haus zurückfindet. Erst beim näheren Hinsehen offenbart der Entwurf die Qualitäten, die diese Umgrenzung mit sich bringt: Baukörper und Mauer spannen einen intimen Innenraum auf, der eine geschützte Spielatmosphäre für die Kinder bietet.

Auch die Außenansichten reagieren auf ihre Umgebung. Die Nordfassade sowie die Mauer sind zur Straße hin massiv und weiß ausgeführt. Die zum Garten gewandten Fronten und die Innenseite der Umgrenzung hingegen kleidet eine vertikale Holzlattung. Diese setzt sich im Zaun fort und sorgt für Gemütlichkeit. Beim Dach des Kindergartens handelt es sich um ein Satteldach mit geringer Neigung, das direkt in die Mauer überzugehen scheint und mit Blech eingedeckt ist.

Über den Eingang, der sich an der nordwestlichen Gebäudeecke befindet, gelangt man in den großzügigen Garderobenbereich. Von dort aus betritt man die Gruppenräume, die zum Garten hinaus orientiert sind. Eine überdachte Holzterrasse und verspielte Details machen die Außenfläche zu einem Paradies für die kleinen Nutzer. Im Unter- und Obergeschoss befinden sich neben weiteren Gemeinschaftsbereichen abgetrennte Einheiten. An der Südseite des ersten Stocks gibt es einen großen Balkon. Dank eines modularen Konzepts können die Räume im gesamten Bau, abhängig von der momentanen Nutzung, zueinander geöffnet oder abgetrennt werden. Somit besteht die Möglichkeit, auf wechselnde pädagogische Anforderungen individuell zu reagieren.

Generell wirken die Innenräume aufgrund großflächiger Fenster hell und freundlich. Der heimelige Charakter wird durch die Materialwahl weiter verstärkt: Regionales Holz kleidet sämtliche Oberflächen – vom Boden über Decke und Wände bis hin zu den Einbauten.

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Weitere Informationen:

Mitarbeiter: Marino Fei, Carl Friedrich, David Kovařík, Therese Leick, Gerhard Mair, Edoardo Nobili
Projektpartner: Ingenieurteam Bergmeister

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