
Als erster Referent gab Dr. Gerhard Thoma von BMW aus München einen Einblick in seine Arbeit. Er beschäftigt sich als Sounddesigner mit den Akustikprojekten der BMW AG und erläuterte auf äußerst amüsante aber doch fundierte Weise die besonderen akustischen Anforderungen der Automobilbranche. Die Erlebbarkeit eines Fahrzeuges gliedert sich nach seiner Meinung in eine direkte und eine indirekte Dimension. Den Kauf des Fahrzeuges bestimmen die direkten Merkmale wie Optik, Haptik und Klang. Qualität, Verbrauch und Nachhaltigkeit beeinflussen jedoch das Kaufverhalten nicht vordergründig. Die BMW Akustiker kreieren den Klang des Wagens nach dem Wunsch des Kunden, so sind beispielsweise in Sport-, Gelände-, und Familienwagen die selben Motoren verbaut, jedoch weit entfernt vom Gleichklang.
Musiker, Toningenieur, Ingenieur für physikalische Ingenieurswissenschaften und gleichzeitig Geschäftsführer – das Multitalent Willsingh Wilson. Der Akustiker zeigte praxisorientierte Raumlösungen und Möglichkeiten für die Strukturierung unterschiedlicher Oberflächen auf und entführte uns in die Welt des Klangs.
Ein weiterer fundierter Fachreferent war Dr. Eckard Mommertz, Autor des Fachbuchs DETAIL Praxis »Akustik und Schallschutz«. Er gab den Teilnehmern wichtige Grundlagen zu Raum- und Bauakustik für den Planungsalltag mit auf den Weg, ergänzt von anschaulichen Beispielen aus seiner Beratungstätigkeit im Planungsbüro Müller-BBM. Das Fazit seines Vortrages: »In der Akustik lässt sich so einiges planen, berechnen, messen und baulich umsetzen...doch letztendlich zählt der Klang«
Wie wohnt man zeitgemäß in der Stadt? Seit Jahrzehnten stellen sich die Planer von Steidle Architekten dieser Frage. Reines Wohnen, Mischformen mit Gewerbe, sozialer Wohnungsbau oder Umgang mit dem Bestand – für das Büro macht die Zusammensetzung der Parameter den Reiz ihrer Bauten aus. Flexibilität ist dabei ein wichtiges Ziel. Die Flexibilität in der heutigen Gesellschaft stellt neue Herausforderungen an die Architektur. Auf Lärm und Schall in der Stadt reagieren die Steidle Architekten mit bewegten Fassaden und strukturierten Oberflächen und distanzieren sich so von der Glasarchitektur der Städte.


Julia Haider








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