Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des gesamten Schaffens von Franz Ehrlich. Neben zahlreichen Arbeiten aus der Bauhauszeit sind dies Entwürfe und Fotografien verschiedener Projekte wie dem Rundfunkhaus Nalepastraße oder der Handelspolitischen Vertretung der DDR in Brüssel, heute die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der EU. Darüber hinaus werden städtebauliche Planungen sowie Möbel, u. a. die Serie „602“ aus dem VEB Deutsche Werkstätten Hellerau, gezeigt.
Eine Sonderstellung nehmen die Möbel und Architekturentwürfe aus Buchenwald ein, wo Ehrlich zwischen 1937 und 1939 als Häftling einsaß und aufgrund seiner Profession als Architekt in die Bauleitung des KZ verpflichtet wurde. Alle Objekte stammen aus dem umfangreichen Nachlass von Franz Ehrlich, der sich im Besitz der Stiftung Bauhaus Dessau befindet. Die Ausstellung stellt in fünf Themenbereichen die Vielseitigkeit Franz Ehrlichs vor.
Als moderater Funktionalist charakterisiert, verbanden seine zahlreichen Projekte im In- und Ausland das ästhetische Konzept des Funktionalismus mit dem politischen Konzept des Sozialismus. Ebenso knüpfte er als Architekt, Stadtplaner, Messegestalter oder Möbeldesigner an die gestalterischen Traditionen der Moderne an. Franz Ehrlich wäre am 28. Dezember 2007, 100 Jahre alt geworden.








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