
Foto: www.matrec.it
Zu recycelndes Holz kommt zum Großteil in Form von Spänen oder Sägemehl von Sägewerken und holzverarbeitenden Betrieben. Diese Abfälle industrieller Herkunft machen in etwa die Hälfte aus. Da sie bereits sortiert und wenig verschmutzt sind, ist hier die Wiederverwertung einfach. Schwieriger ist es mit dem Holzabfällen aus Haushalten, Abrissen oder Baustellen wie kaputten Möbeln und Bauabfällen. Diese Holzabfälle werden vor der Wiederverwertung in behandeltes und unbehandeltes Holz unterteilt. Gerade Bauholz ist häufig beschichtet oder zum Schutz vor Witterung mit Lacken, Anstrichen, Lasuren oder Holzschutzmitteln behandelt worden. Ein Teil ist somit ist nicht recyclebar, sondern Sondermüll.
Auch müssen Reste anderer Materialien wie Verglasungsreste, Metalle, Betonreste an Schalungstafeln, Dichtungsbänder, Schrauben und Nägel entfernt werden, bevor Bauholz wiederverwertet werden kann.
Die vorgereinigten Holzreste werden abhängig von der vorgesehenen Nutzung zu Spänen oder Holzmehl zerkleinert. Weitere unerwünschte Partikel werden im nächsten Schritt entfernt. Das recycelte Holz dient als Rohstoff für die Herstellung von Holzwerkstoffen wie Spanplatten für Bau- und Möbelindustrie oder Holzzement-Werksteinen. Weiterhin wird es als Zellulose zur Papierproduktion und zur Herstellung von Pellets verwendet. Spanholzplatten, die aus Recyclingholz hergestellt werden, weisen die gleichen Eigenschaften wie Platten aus Primärmaterial auf. Der Anteil an Recyclingholz variiert, durchschnittlich werden für Spanplatten etwa 70% Recyclingholz verwendet.

Foto: Ford-Forschungszentrum Aachen GmbH
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