Seit kurzem führt eine vierte Brücke über Venedigs Hauptverkehrsader, den Canal Grande. Ihre weitgespannte Stahlbogenkonstruktion verbindet in elegantem Schwung zwei der belebtesten Plätze Venedigs, zugleich die Eingangstore für die meisten Besucher: den Bahnhofsvorplatz und die Piazzale Roma mit Parkhäusern und Busterminal. Der Entwurf wurde von Beginn an heftig kritisiert, besonders von den Venezianern selbst. Zu modern sei die Brücke, nicht behindertengerecht, sie liege an der falschen Stelle und eigentlich sei sie völlig überflüssig. Über neun Jahre zogen sich Planung und Bauarbeiten hin, es gab Probleme mit dem instabilen Baugrund und dem Budget. Jetzt, nach ihrer Freigabe im September, wirkt die Brücke wesentlich unauffälliger und selbstverständlicher als es die negativen Schlagzeilen vermuten ließen.
Architekt: Santiago Calatrava
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Peter Popp









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