
GRafik: 3XN, Landsbanki in Reykjavik, Island
Vom 6. bis 25. Oktober zeigt die Dänische Botschaft in Berlin die Ausstellung „Building Sustainable Communities“ des Dänischen Architekturzentrums. Mit 140 Werken von 29 dänischen Architekturbüros zeigt sie interessante Denkansätze in Sachen nachhaltiger Architektur, gibt vor allem jedoch einen guten Überblick über das kreative Schaffen unserer nördlichen Nachbarn.
Gleichsam zur Einstimmung zeigt die dänische Botschaft Berlin im Oktober die Ausstellung „Building Sustainable Communities“, die vom Dänischen Architekturzentrum DAC kuratiert wurde und dort im Sommer 2008 zu sehen war. 29 dänische Architektur- und Ingenieurbüros zeigen darin ihr Können – darunter große, erfahrene Firmen wie Henning Larsen Architects, Arkitema, Dissing + Weitling oder 3XN, aber auch „Newcomer“ wie Cowi, Effekt, Juul + Frost Architects und natürlich BIG. Die Ausstellungspremiere in Kopenhagen machte seinerzeit zweierlei deutlich: Zum einen hat sich eine – für die Gesamt-Einwohnerzahl des Landes durchaus beachtliche – Zahl dänischer Architekten inzwischen als „Global Player“ etabliert und entwirft Projekte in China, am Persischen Golf und in Nordafrika. Zweitens spielt das Medium Film in der Architekturvermittlung eine immer größere Rolle – und erlaubt es andererseits, die Ausstellungen weitaus kompakter zu gestalten als dies mit herkömmlichen Modellen und Planzeichnungen möglich wäre. Genügend Zeit sollte dennoch mitbringen, wer die Ausstellung besichtigen will: Die Filme sind recht abwechslungsreich und lohnen meist eine nähere Betrachtung.

Grafik: BIG, 5 Pillars of Bawadi, Dubai
Ein wenig kurz kommt in der Ausstellung, in der Großprojekte deutlich überwiegen, jedoch der Blick aufs Detail und auf bereits realisierte Bauten. Einen wohltuenden Kontrast zu den zahlreichen Animationen bilden daher Projekte wie die „Floating Schools“, die die Architektin Mette Lange für Dörfer in Indien entworfen hat. Die Idee dahinter: Nicht die Schüler besuchen die Schule, sondern umgekehrt. Die Gebäude sind so entworfen, dass sie von jedem Schmied oder Zimmermann in einem mittelgroßen indischen Dorf nachgebaut werden können; die Detailpläne stellt die Architektin auf ihrer Website für jedermann gratis zur Verfügung.








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