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Bahnhof in Lüttich

Mit der ungewöhnlichen Stahl-Glas-Konstruktion des neuen Hauptbahnhofs in Liège definiert Santiago Calatrava die Tradition der großen Bahnhofshallen Europas neu. Während der Erstellung des Bahnhofs sollten alle Gleise in Betrieb bleiben. Daher wurde ein zusätzliches Gleis gebaut, sodass schrittweise jeweils eines stillgelegt und erneuert werden konnte. Für dieses Umbauverfahren waren die parallel zu den Gleisen verlaufenden Bögen sehr günstig. Das Dach konnte sich so mit zunehmendem Arbeitsfortschritt quer über die Gleise schieben.

Architekt + Tragwerksplaner: Santiago Calatrava, Zürich
Ausführungsplanung Tragwerk: Fa. Greisch, Liège

Ein Film von Jean-Luc Deru / www.photo-daylight.com

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Ohne Ton; Dauer: 2 Min.


Calatrava, Bahnhof, Liège

Da die Halle keine Fassade besitzt, prägt vor allem das Dach das Gesamtbild des Bahnhofs. In seiner transparenten Erscheinung rahmt es die Blicke der Ankommenden auf die Stadt.

Calatrava, Bahnhof, Liège

Das Haupttragwerk des Dachs besteht aus 39 Stahlbögen im Abstand von etwa 1,9 Metern. Da die Pfetten des transparenten Hallendachs biegesteif mit diesen verschweißt wurden, wirkt das gesamte Dach wie ein Schalentragwerk.

Calatrava, Bahnhof, Liège

Calatrava, Bahnhof, Liège

Calatrava, Bahnhof, Liège

Calatrava, Bahnhof, Liége

Calatrava, Bahnhof, Liège

Die Stahlhohlprofile der Bögen verjüngen sich zum Scheitelpunkt auf lediglich 1,2 Meter Höhe. Diese für die große Spannweite äußerst geringe Querschnittshöhe der linear angeordneten Bögen sorgt für eine von Klarheit und Transparenz bestimmte Wirkung der Halle.

Calatrava, Bahnhof, Liège
Fotos: Jean-Luc Deru / www.photo-daylight.com

Das Ingenieurbüro Greisch, Liège hat folgende Aufgaben beim Bau des Bahnhofs in Liège-Guillemins übernommen:

Im Mai 1999 überträgt Santiago Calatrava dem Ingenieurbüro Greisch den gesamten Aufgabenkomplex der weiterführenden Tragwerksplanung / Baustatik sowie die Unterstützung der Projektleitung. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Punkte:

- Anpassung des Vorentwurfs an die geltenden belgischen Normen
- technische Studien zur Infrastruktur (Fundament, Parkfläche, Unterführung mit Brücken,...) sowie zu den Aufbauten (Hallendach und Fußgängerbrücken)
- Berücksichtigung der Schubkraft durch den Hügel von Cointe, der sich auf der Rückseite des Gebäudes befindet
- detaillierte Untersuchung der Bedachung hinsichtlich ihres Verhaltens unter Windeinfluß
- Untersuchung und Festlegung der Baumethoden und der Bauphasen
- Projektsteuerung und Koordinierung der Baustelle.

Weitere Bilder und Filme auf der Homepage der Fa. Greisch
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Peter Popp

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Detail, 10.02.2012