
Foto: Frank Kaltenbach
Die Lage direkt am Ufer des Tibers machte das Gelände seit jeher attraktiv. Schon im alten Rom wurden hier die Schiffe für die Hauptstadt des Imperiums entladen und der Hügel hinter dem Gelände ist nichts anderes als eine antike Deponie aus Amphorenscherben. Nachdem der Schlachthof seine Funktion verloren hatte, verwahrloste das Areal zusehens zum wilden Abstellplatz und als bevorzugter Lagerplatz großer Zigeunergruppen. So bestand die erste Maßnahme darin, neben einer akribischen Bestandsaufnahme des Baubestands, die Flächen zu räumen.

Foto: Archiv

Foto: Luciano Cupelloni Architettura
Im Vorhof wurde das Vieh gesammelt und in Koppeln sortiert. Leichte freistehende Dächer aus Gußeisen sorgten für den Witterungsschutz der Bediensteten. Um diese Konstruktionen einer neuerlichen Nutzung zuzuführen haben die Architekten den ehemaligen Außenraum in einen Gegliederten Bereich umstrukturiert mit einem Wechsel aus untergestellten Glasboxen und artikulierten Freiflächen.

Foto: Frank Kaltenbach
Die “Città dell’Altra Economia” beherbergt auf 3500 Quadratmeter neu geschaffener Nutzfläche zwölf unterschiedliche Nutzungen mit den Themen: biologischer Landbau, fairer solidarischer Handel, ethische Finanzierungskonzepte, erneuerbare Energien, offene Kommunikation, verantwortungsvoller Tourismus, Wiederverwertung und Recycling von Wertstoffen. Cafés, Restaurants, Bars, Läden und Vortragssäle bieten einen bunte vielseitige Mischung. Der Hof wurde von den meisten Koppeln freigeräumt und kann als großzügige Freifläche in die Aktionen miteinbezogen werden.
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