
Abbott Miller

Abbott Miller

Hella Jongerius

Maya Lin

Ezri Tarazi

Ezri Tarazi
„’Design for a Living World’ fordert uns heraus, über die Produkte nachzudenken, die wir verwenden – wo sie herkommen, wie sie hergestellt werden und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt und auf lokale Gemeinschaften haben“, sagt Mark Tercek, der Präsident der Nature Conservancy. Museumsdirektor Paul Warwick Thompson fügt hinzu: „Die Ausstellung bietet einen fesselnden Einblick in den Lebenszyklus von Materialien.“
Die Einbindung der Menschen vor Ort war denn auch ein wichtiger Bestandteil der Ausstellungskonzeption: Yves Béhar entwickelte ein Werkzeug für die Kakaoverarbeitung, das nun von einer Frauenkooperative in Costa Rica genutzt werden kann. Stephen Burks entwarf eine neue Verpackung für Naturkosmetika, wie sie von den Ureinwohnern Westaustraliens hergestellt werden. Und auch in den meisten übrigen Fällen bieten die Objekte – zumindest potenziell – örtlichen Landwirten und Fischern die Möglichkeit, ihre Erzeugnisse oder deren Abfallstoffe gewinnbringend zu verwerten.
“Design for a Living World“ konfrontiert den Ausstellungsbesucher nicht nur mit den „fertigen“ Entwürfen, sondern macht deren Genese sichtbar. Zu jedem Objekt wurde ein Video gedreht, das deren Entstehungsprozess dokumentiert – inklusive des Kampfes, den einige Designer mit den widerspenstigen Materialien auszufechten haben. Auch zahlreiche vorläufige Entwurfsskizzen lassen ahnen, wie sich die Gestalter der ihnen anvertrauten Aufgabe annäherten.
Selbst das Ausstellungsdesign von Abbott Miller folgt dem Anspruch der Veranstalter an Nachhaltigkeit: Statt Stellwänden aus Gipskarton verwendete Miller offene Staffeleien aus FSC-zertifiziertem Holz, die weniger Material verbrauchen. Die großformatigen Bildtafeln der Fotojournalistin Ami Vitale, die die jeweiligen Herkunftsgebiete der Materialien zeigen, wurden nicht wie sonst üblich auf Papier gedruckt und dann auf Kunststofftafeln aufgezogen, sondern im Dye-Sublimation-Printing direkt auf Aluminiumpaneele aufgetragen. Diese sind rezyklierbar und außerdem langlebiger – ein wichtiger Aspekt, zumal die Ausstellung später auf Wanderschaft gehen soll.
„Design for a Living World“ ist noch bis zum 4. Januar 2010 im Cooper-Hewitt Design Museum in der 2 East 91st Street in New York zu sehen.
zur Website des Cooper-Hewitt Museums








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