
Foto: Jens Passoth
Das Dorniermuseum liegt dort, wo Flugzeuge eigentlich hingehören, auf den Flughafen, zwischen Hangars und Tower. Auf eine gedachte Abzweigung der Startbahn setzten Allmann Sattler Wappner ihre Halle, eine Stahlkonstruktion mit 112 auf 54 Meter Seitenlänge und 12 Meter Höhe. Das Thema von Ankunft und Abflug, der Flughafen als Schleuse zwischen Boden und Himmel bestimmen den Entwurf. Von der Straße greift der kurze Schwung der Vorfahrt als Betonpiste unter den rechteckigen Stahlrahmen der Dachkonstruktion und formuliert mit einem gebäudehohen transluzenten Paravent den Eingang.

Foto: Jens Passoth

Foto: Jens Passoth
Auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern werden hundert Jahre Luft-und Raumfahrtgeschichte im zeitgeschichtlichen Kontext dargestellt und erlebbar gemacht. Sobald er die Eingangsschleuse passiert, steht der Besucher unter der Galerie und dem in die Halle eingestellten aufgeständerten Kubus, in dem neben der Verwaltung vor allem der medial aufbereitete Teil der Ausstellung untergebracht ist. Untersichten und Wandverkleidungen aus weißem Gitterrost schaffen einheitliche klare Oberflächen dieser Einbauten. Zur Linken hinter dem verglasten Museumsshop führt der Schwung der »Startbahn« in die Flugzeughalle, nach rechts findet die »Betonpiste« ihre Verlängerung als durchgehender Bodenbelag hinaus zum Freigelände. Zum offiziellen Rundgang hebt man ab, indem man von den Porträts prominenter Luftfahrtpioniere begleitet über eine in der Luftfahrt eher untypische Spindeltreppe von unten in die Welt des Claude Dornier eintaucht.

Längsschnitt

Foto: Jens Passoth
In der in geheimnisvoll dunkel beleuchteten Museumsbox präsentiert das Atelier Brückner überwiegend Modelle, Fotografien und Filme der futuristisch anmutenden Wasserflugzeuge unter anderem die legendäre DO X aus den 1930er Jahren, das Wahrzeichen des Museums mit der charakteristischen Anordung von sechs Propellern über den Tragflächen.
Mehr zum Thema auf DETAIL.de
>> Artikel weiterempfehlen
[schliessen]