
Neben dem architektonischen hat die Gebirgsfestung Forte Corno auch einen beachtlichen historischen Wert. Die Gemeindeverwaltungen des Val di Chiese planten nach einer 1997 erzielten Übereinkunft ein Programm zur Sanierung und Aufwertung der Festungskomplexe Larino und Corno. Bei der Festung Forte Corno sollte aufgrund ihrer besonderen strategisch-militärischen und architektonischen Bedeutung (wobei hier die komplexe Gliederung der Grundrisse und der Volumen sowie die Einzigartigkeit der Bautypologie hervorzuheben ist) vorrangig die komplexe Verteidigungsstruktur erfasst und didaktisch aufgearbeitet werden. Im Rahmen der Übereinkunft waren verschiedene Eingriffe vorgesehen, darunter auch die Renovierung im Innern dieses Baus samt Wiederherstellung einiger Originalräume als Darbietungsflächen für pub-likumswirksame Veranstaltungen.
Das Amt für Denkmalschutz in Trient beauftragte Prof. Luciano Semerani und Architekt Lamberto Amistadi vom Institut für Architektur der Universität Venedig mit einer Untersuchung im Hinblick auf die Sanierung und Aufwertung des gesamten Festungssystems der Gegend. Dabei sollten die strukturellen Ziele und Inhalte der Ausführungspläne für die Sanierung und Restaurierung des komplexen Verteidigungssystems festgelegt werden. Mit der Renovierungsplanung des Forte Corno wurde das Architekturbüro -Dallavalle Associati aus Trient betraut.

Für die 2 300 m2 messende Doppelstehfalzeindeckung wählten die Planer als natürlichen Werkstoff vorbewittertes Rheinzink-Material in einer Metalldicke von 0,7 mm, das sich mit seiner farbneutralen Oberfläche diskret in das Landschaftsbild einfügt. Die zusätzliche Patinabildung bei Bewitterung des Blechs unterstreicht diese Intention bereits jetzt, einige Zeit nach der Ausführung des ersten Bauabschnitts, insbesondere auf den zu Anfang eingedeckten Bereichen.











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