
Foto: Gabriele Schoenemann/pixelio

Dabei ist den Befragten sehr wohl bewusst, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien nicht zum Nulltarif zu haben ist: Vor die Wahl gestellt, Investitionen eher in den Ausbau erneuerbarer Energien zu lenken oder vorläufig weiter in herkömmliche Energieträger wie Kohle, Gas und Atomkraft zu investieren, plädieren 81 Prozent der Befragten für einen stärkeren Ausbau der „Erneuerbaren“. Dafür sollte die Förderung nach Meinung von 76 Prozent der Befragten auf bisherigem Niveau beibehalten werden. 20 Prozent wollen die Förderung der Erneuerbaren Energien lieber absenken. Dabei spielt die Parteienpräferenz der Befragten eine eher untergeordnete Rolle: Die Skala der Befürworter einer unverminderten Förderung reicht von 71 Prozent bei FDP-Anhängern bis zu 86 Prozent bei Anhängern der Partei Die Linke.

Neben den finanziellen Ausgaben werden auch die technischen Anlagen zur Erzeugung regenerativen Stroms von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert. Knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) fänden Erneuerbare-Energien-Anlagen in ihrer Nachbarschaft „sehr gut“ oder „gut“. Jörg Mayer verweist dabei auf eine Besonderheit: Die detaillierte Aufschlüsselung der Befragten erlaubt auch Rückschlüsse darauf, wie Menschen, die bereits konkrete Erfahrungen mit Erneuerbaren Energien gesammelt haben, die Anlagen bewerten. „Das Ergebnis ist in allen Kategorien eindeutig: Wer Erneuerbare Energien bereits aus der eigenen Umgebung kennt, bewertet sie sogar überdurchschnittlich gut. Beispiel Windenergie: 55 Prozent der Gesamtbevölkerung stehen Windkraftanlagen positiv gegenüber. In der Gruppe, die Windräder in der Nachbarschaft haben, wächst die Zustimmung auf 74 Prozent.“

Folglich will auch eine große Mehrheit der Befragten Landes- und Kommunalpolitiker stärker in die Pflicht nehmen, die Erneuerbare Energien voranzubringen: 81 Prozent erwarten ein verstärktes Engagement, nur eine kleine Minderheit wünscht ein geringeres Engagement (5 Prozent) oder hält das bisherige Engagement der Landes- und Kommunalpolitiker für „gerade richtig“ (7 Prozent).

Erstmals war ein Fragenkomplex zu externen Kosten der Energieversorgung Teil der Umfrage. Externe Kosten werden durch Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschäden verursacht, die durch die verschiedenen Energieträger in unterschiedlicher Höhe entstehen. Dabei ermittelte Forsa, dass 88 Prozent der Befragten auf ihrer Energiekostenabrechnung eine regelmäßige Information über entstandene externe Kosten wünschen.








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