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Neues Elefanten- und Affenhaus

Foster+Partners, Zoo Kopenhagen, fay architekten, liquid architekten, Frankfurter Zoo
Am 10. Juni wurde erst das neue Elefantenhaus im Kopenhagener Zoo, das von Foster+Partners entworfen wurde eröffnet, nun meldet auch der Frankfurter Zoo die Fertigstellung und Eröffnung des Affenhauses am 12. Juni, das die Arbeitgemeinschaft fay architekten und liquid architekten aus Darmstadt geplant haben.

2003 bekam Foster+Parters den Auftrag ein neues Elefantenhaus für den Zoo in Kopenhagen zu planen. Es besteht aus zwei Gebäuden, eines misst etwa 1000 qm und wird von sechs Kühen und Kälbern bewohnt, das andere etwas kleinere 450 qm große Gebäude steht zwei Elefantenbullen zur Verfügung. Die Herde hat so die Möglichkeit im natürlichen Familienverband zu leben, nur zur Paarungszeit wird männlich von weiblich getrennt.

Foster legte sehr viel Wert darauf den Elefanten eine möglichst natürliche Umgebung zu schaffen, die „Elefanten-Wellness“, wie er sie nennt. So wurde das Stahl-Glasgewölbe mit einer Textur von Laub bedruckt, die ausreichend natürliches Licht durchlässt, aber auch Schatten spendet. Des Weiteren gibt es öffenbare Fenster, Wassernebel und für kalte Wintertage und zusätzliche Wandheizungen.
Mit einem Sandboden, Schlammlöchern und Wasserbecken versucht Foster die eigentliche Heimat der Elefanten, den asiatischen Urwald nachzuempfinden.

Auch der Besucher kann sich nun mehr auf eine neue Begegnung mit den Tieren freuen. Über verschiedene Rampen und Wege wird man durch das Haus geleitet und kommt den Elefanten ungewohnt nahe.

Und nun das neue Menschenaffenhaus im Frankfurter Zoo von der Darmstädter Arbeitsgemeinschaft fay architekten und liquid architekten. Auch hier wurde viel Wert auf eine natürliche Gestaltung der Umgebung geachtet. Auf einer Fläche von 2700 qm befinden sich die verschiedenen Gehege, Außenbereiche und die Besucherpfade. Die organische Form des Gebäudes ist einem Philodrenon-Blatt nachempfunden, einer amerikanischen Kletterwurzel.

Affenhaus im Frankfurter Zoo - Luftaufnahme
Im geschwungenen Betondach befinden sich vier große ovale Oberlichter, die natürliche Lichtverhältnisse im Inneren schaffen. Je nach Ansprüchen der verschiedenen Affenarten gibt es unterschiedliche Aktivitäten und Rumhöhen für die Tiere.

Affenhaus im Frankfurter Zoo - AussenaufnahmeIn dem Gebäude, dem „Borgoriwald“, reihen sich Wasserfälle, Hügel. Gräben, dichte Baumgruppen, Sumpflandschaften und Bachläufe aneinander und bieten auch dem Besucher der wie auf einer Expedition durch das Gebäude geleitet wird ein Erlebnis. Die  Gehege sind mit Gräben, Netzen und Glasscheiben vom Besucher getrennt und bieten so auch die Möglichkeit die Tiere mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Affenhaus im Frankfurter Zoo - Innenaufnahme



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Detail, 07.02.2012