
Als „eines der größten wissensbasierten Freizeitangeboten in Europa“ bezeichnen die Betreiber das neue „Klimahaus Bremerhaven 8°Ost“ mit seinen rund 11.500 m2 Ausstellungsfläche. Beraten durch das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, das Max-Planck-Institut für Meteorologie und das Deutsche Wetterinstitut haben sie eine Erlebniswelt realisiert, die die Themen Klima und Klimawandel auch physisch spürbar macht. Der größte von vier Ausstellungsbereichen, die „Reise“, entführt die Besucher in die unterschiedlichen Klimazonen, die sich entlang des achten Grads östlicher Breite aufreihen. Die regenreiche norddeutsche Tiefebene, die Gebirgswelt der Schweiz, die Sahelzone, die Tropenwälder Kameruns und schließlich die Eiswüste der Antarktis werden hier nicht nur durch entsprechende Kulissen, Pflanzen- und Tierwelt vermittelt, sondern eben auch durch entsprechend klimatisierte Räume und lebensecht nachgestellte Wetterphänomene.

Drei weitere Ausstellungsbereiche ergänzen den Rundgang: In „Elemente“ können Besucher Klimaexperimente an 100 interaktiven Exponaten selbst durchführen. In „Perspektiven“ werden das Klima unserer Vergangenheit, Gegenwart und die Auswirkungen auf die Zukunft dargestellt, in „Chancen“ Handlungsmöglichkeiten offengelegt. Zum Beispiel kann der Besucher hier in Themenkammern spielerisch testen, wie er seinen persönlichen CO2-Ausstoß senken kann.
Für den Gebäudeentwurf in Form einer amorphen, verglasten „bubble“ zeichneten Klumpp Architekten und Städteplaner aus Bremen sowie agn Architekten + Generalplaner aus Ibbenbüren verantwortlich. Das Klima- Lüftungs- und Energiekonzept steuerte das Münchener Büro von Transsolar bei. Es gelang den Ingenieuren, interne Lasten und Kältebedarf im Gebäude so weit zu senken, dass die Ausstellungsbereiche Elemente, Perspektiven, Chancen und das Foyer ganz ohne mechanische Kühlung auskommen. Die großflächige Glashülle bewirkt in diesem Fall keine Überhitzung der Ausstellungsräume: Diese sind vom Fassadenraum abgekoppelt.








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