
DGNB-Auditoren – das sind jene Fachleute, die darüber entscheiden, ob sich ein Gebäude und dessen Bauherr mit dem Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen in Gold schmücken darf oder ob es am Ende „nur“ zu Silber oder Bronze reicht. Um dies ermitteln zu können, werden den Auditoren Kenntnisse in vielen Bereichen abverlangt: von der Bewertung von Standortfaktoren bis zur Berechnung von Lebenszykluskosten und von der Ökobilanzierung bis zum Projekt- und Facility Management. „Es gibt bisher in Deutschland keinen Berufsstand, der all diese Kenntnisse mitbringt. Deshalb haben wir die Lehrgänge konzipiert“ sagt das für die Ausbildung zuständige DGNB-Präsidiumsmitglied Prof. Manfred Hegger (TU Darmstadt).

Grafik: DGNB

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denen die Teilnehmer möglicherweise bereits
Vorwissen mitbringen. Hier kann prinzipiell frei
gewählt werden, um gezielt Wissenslücken zu
schließen. Ein Immobilienökonom wird so
möglicherweise eher das Modul „Energieoptimierte
Gebäudehülle“ wählen, ein Architekt sich eher
zu einer Fortbildung im Bereich
Lebenszykluskosten entscheiden. Folgende
15 variablen Module werden angeboten:
Var01 Grundlagen
Var02 Nachhaltige Architektur
Var03 DGNB Best Practice
Var04 Standortfaktoren
Var05 Wertestabilität
Var06 LCC – Lebenszykluskosten
Var07 Komfort und Behaglichkeit
Var08 Sicherheit, Gesundheit und Schadstoffe
Var09 Ressourcenschonendes Bauen
Var10 LCA – Ökobilanzierung
Var11 Energieeffiziente Gebäudehülle
Var12 Energieoptimierte Gebäudetechnik
Var13 Energiekonzepte
Var14 QM – Qualitätsmanagement
Var15 FM – Facility Management
Der Pflichtteil der Fortbildung umfasst 100 Stunden, die sich auf acht Präsenztage verteilen. Für die Wahlveranstaltungen müssen – bei Belegung aller Module - nochmals 100 Stunden, hier verteilt auf 12,5 Tage, einkalkuliert werden.
Consultants, Auditoren, Senior Auditoren

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5 Jahren relevanter Berufserfahrung.
Auditor wird nach dem Lehrgang, wer neben einem Studium mindestens 4 Jahre Berufserfahrung besitzt oder bereits drei Projekte erfolgreich als Consultant zertifiziert hat. Senior Auditoren müssen mindestens auf fünf unbeanstandete Zertifizierungen verweisen können.

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„Wir bilden nicht selbst aus“, sagt DGNB-Präsident Prof. Werner Sobek. Die DGNB sucht daher die Kooperation mit Ausbildungsstätten in ganz Deutschland, die eigene DGNB-Lehrgänge ins Leben rufen. Gedacht ist hierbei vor allem an Hochschulen sowie die Bildungseinrichtungen der Architekten- und Ingenieurkammern. Die Nachfrage nach den ersten Lehrgängen ist durchaus hoch – und Insider berichten auch, dass aufgrund des bisherigen Mangels an ausgebildeten Auditoren eindeutig die Anbieter den Markt diktieren. Mit anderen Worten: Die Auditoren bestimmen (noch) die Preise – eine Situation, die sich indes mittelfristig ändern dürfte.
Jakob Schoof








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