
Foto: rubra
Dank des Kulturhauptstadtjahrs Linz09 erfährt die Oberösterreichische Stadt einen architektonisch anspruchsvollen Bauboom. Zuletzt wurde Anfang Januar das „Museum der Zukunft“ im erweiterten Ars Electronica Center (AEC) dem Publikum zugänglich gemacht.

Foto: Linz09/Dietmar Tollerian
Aber auch die umfangreichen baulichen Umgestaltungsmaßnahmen für das Linz09 Infocenter am Linzer Hauptplatz zeigen Wirkung. Caramel architekten, die Gewinner eines geladenen Architekturwettbewerbs, konzipierten einen Raum, der Innen und Außen durch ein auffälliges Karomuster im Tischdeckenlook verbindet: ein augenzwinkernder Verweis auf die oberösterreichische Gastfreundschaft.

Foto: Linz09/Archipicture Tollerian
Das AEC setzt ein imposantes städtebauliches Statement am Ufer der Donau. Um 4000 Quadratmeter wurde das alte Ars Electronica Center von Treusch architecture erweitert, womit nun 3000 Quadratmeter für Ausstellungen zur Verfügung stehen. Die Wiener Architekten hatten 2006 den Wettbewerb um den Neubau für sich entschieden. Der Leitgedanke war die Ausbildung eines skulpturalen Gebäudes, das wie ein Kristall wirken und dessen Struktur begeh- und damit erlebbar sein soll. Auffällig ist bei dem Bau ist vor allem die Beleuchtung der Glasfassade, die neben dem Feuerwerk zum Jahreswechsel in die Nacht strahlte. Neben einigen Standardmustern kann das Gebäude auch rein weiß leuchten und somit auf Knopfdruck zum „weißen Kristall“ erstarren.

Foto: HoG Architekten
HoG Architektur aus Graz schliessen bis Juli eine seit 1800 klaffende Wunde im Linzer Schloss. Entstehen wird ein Panoramadeck über dem der neue Südflügel des im Schloss untergebrachten Landesmuseum „schweben“ soll. Damit bekommt das Museum mehr Platz, um seine Bestände noch umfangreicher präsentieren zu können und Besucher die Möglichkeit über Linz zu blicken. Linz ist also, speziell in diesem Jahr, eine Reise wert.
Axel Dürheimer








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