
Foto: Architekturbüro Schankula
Erster Einsatzort ist für das neue Fassadensystem ist das ehemalige Kasernengelände in Bad Aibling, auf dem das frühere Mannschaftsgebäude zu einem Studentenwohnheim umgebaut wird. Bei der Sanierung werden vorgefertigte Elemente aus Glas und Holz auf die Putzfassade des Gebäudes montiert. Kern der Fassadenelemente ist ein poröses Dämmmaterial aus Hobelspänen zwischen zwei gelochten Hartfaserplatten. Dieses Dämmmaterial ermöglicht im Zusammenhang mit Kernbohrungen durch die massive Außenwand und einem Lüftungsgerät mit Wärmetauscher eine so genannte Porenlüftung, die das Gebäudeinnere gleichmäßig mit frischer Luft versorgt.

Foto: Architekturbüro Schankula

Funktion tags
Zeichnung Architekturbüro Schankula

Funktion nachts
Zeichnung: Architekturbüro Schankula
Das Besondere an dem Fassadensystem in Bad Aibling ist aber die zusätzliche Außenhülle aus Glas. Sie verwandelt die Gebäudehülle in große „Solarkollektoren". Die Zuluft wird durch die Sonneneinstrahlung erwärmt und kann so genutzt werden, um die Räume energiesparend zu heizen. „Bis auf 60 Grad kann die Temperatur hinter den Glasscheiben steigen", erklärt der Münchner Architekt Arthur Schankula, dessen Büro gemeinsam mit der Firma Holzbau Baufritz aus Erkheim maßgeblich an dem Projekt beteiligt ist. „Nachdem die überschüssige Wärme in die Hobelspäne sowie die massive Außenwand eingelagert wurde, kommt die Luft mit angenehmen 25 Grad im Raum an." Die in Dämmung und Massivwand eingelagerte Wärme kann dann, abhängig von der Wettersituation, in den späten Nachmittags- oder den frühen Abendstunden genutzt werden. Bei ausbleibendem Sonnenschein kann zudem Wärme aus der Abluft gewonnen werden.
Website Architekturbüro Schankula
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