Markt+Kommunikation

Fremde Märkte Teil 1: Delegationsreisen

Delegationsreise
Foto: Wirtschaftsministerium Bayern
Man kennt das Bild aus den Fernsehnachrichten: Herren in Businessanzügen besichtigen in Begleitung von Politikern Fabriken in fernen Ländern. Solche politisch flankierten Delegationsreisen von Wirtschaftsvertretern erleichtern deutschen Unternehmen die Markterschließung im Ausland. Sind solche Reise auch für Architekten sinnvoll?
 
Wie gewinnen Sie bessere Kenntnisse über kulturelle und wirtschaftliche Besonderheiten eines Landes, können die Menschen kennen lernen sowie mögliche Vorbehalte und Unsicherheiten beseitigen, wenn nicht auf einer solchen Reise? Hinzu kommt, dass die Teilnahme an Delegationsreisen ein Türöffner für neue Märkte ist, da sie einen unkomplizierten Zugang zu Regierungs- und Wirtschaftsvertretern vor Ort bietet. In so kurzer Zeit können Sie Kontakte zu ausgewählten Entscheidungsträgern nicht auf eigene Faust knüpfen.
 
Oft wird bereits im Vorfeld solch einer Reise über politische Hintergründe, die wirtschaftspolitische Lage und die Branchenstruktur des jeweiligen Gastlandes informiert. Die Reisen dauern zwischen 2 und 7 Tage, bei 15 bis 25 Teilnehmern bietet sich da viel Gelegenheit zum Austausch. Chancen und Risiken des Engagements im jeweiligen Zielland können schon während der Reise ausführlich erörtert und beurteilt werden.
 
Nicht nur für 3-Buchstaben-Büros
 
Hartnäckig hält sich das Vorurteil, solche Reisen seien nur etwas für große Büros. Aber auch kleine Architekturbüros sind gerne gesehene Teilnehmer an politisch unterstützten Unternehmerreisen. „Mittlerweile werden spezielle Architekten- und Ingenieurreisen angeboten“, erklärt Thomas Welter vom Netzwerk Architekturexport (NAX) der Bundesarchitektenkammer. „Unter den Architekten hat es sich herumgesprochen, dass Auslandsengagements reale Chancen bieten, die Auslastung eines Büros auf breitere Füße zu stellen.“ Oft sind es Zufälle, die ein Büro in fremde Länder verschlagen. Beispielsweise wenn ein deutsches Unternehmen im Ausland baut und dazu seinen Architekten mitnimmt. Oder es menschelt einfach. „In 80 Prozent der Fälle sind persönliche Neigung und Vorlieben des Chefs der Anlass, warum Büros in einem bestimmten Land aktiv werden“, sagt Welter.
 


    Kommentar  drucken  weiterempfehlen
 
 

Sprache wählen

Deutsch English Italiano Espanol Sverige Japanese

DETAIL ABONNEMENT

Jetzt DETAIL abonnieren
>> mehr

Newsletter:

>> Archiv

User Login

Most Wanted

Fassaden-Detail: "Twist" im Grazer MUMUTH

Partner Links

Über Detail | AGB | Widerruf | FAQ | Impressum | Mediadaten | Downloads | Weiterempfehlen | Sitemap

Detail, 21.03.2010