Ornamentik als Gestaltungsmittel der Architektur wurde jahrzehntelang verneint. Die Moderne lehnte die Dekadenz und Verschwendung des damals massenproduzierten Ornaments strikt ab. Dennoch tauchte im Laufe der letzten 10 Jahre das Ornament immer häufiger in der Architektur auf, was wohl vor allem daran liegt, dass neue Bau- und Produktionsprozesse die Wiedereinführung erschwinglich machten, wie neue CNC-gesteuerte Fräs- und Lasertechniken.
Das neue Verständnis des architektonischen Ornaments wird vor allem durch seinen von Alters her bestehenden Bezug zur Natur gesteuert. Zeitgenössische Architekten, wie Toyo Ito und Hitoshi Abe versuchen die Natur zu übersetzen und zu abstrahieren, um architektonische Metaphern für japanische Firmenhäuser herzustellen.
"Ornament neu aufgelegt" verweist auf namhafte Architekten, wie Toyo Ito, Barkow Leibinger, Hild und K, OMA & 2x4, Francic Soler und viele mehr.
Oliver Domeisen von der Architectural Association in London half mit seinen Untersuchungen der historischen und aktuellen Verwendung des Ornaments in der Architektur, die Auswahl aktueller Architekturbeispiele durch historische Terminologien und Bezüge zu bereichern.
Schweizerisches Architektur Museum SAM
1. Juni bis 21. September 2008
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