
Ein T-Shirt, das sich im Komposthaufen komplett zersetzt. Schuhe, deren abgelaufene Sohlen der Hersteller zurücknimmt, um sie zu rezyklieren. Ein Bürostuhl, der sich in seine Einzelteile zerlegen und wieder verwerten lässt: Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie intensiv einzelne Industrieunternehmen derzeit an geschlossenen Materialkreisläufen in der Herstellung und Nutzung ihrer Produkte arbeiten.

2008 ging Fiat mit der Studie „Phylla“ noch einen Schritt weiter: Bei dem 750 Kilogramm schweren Elektroauto besteht die gesamte Karosserie über dem Aluminiumrahmen aus kompostierbarem Bio-Kunststoff. Überdies sollen beim Phylla eingebaute PV-Zellen einen Teil der Antriebsenergie decken. Ihr Ertrag soll für rund 12 bis 18 Kilometer pro Tag ausreichen.
Im Bereich der Textilindustrie hat Trigema mit dem T-Shirt „Wellness“ die erste zu 100% kompostierbare Produktreihe auf den Markt gebracht. Deutlich komplexer ist die Aufgabe, die sich das Salzburger Start-Up-Unternehmen Wexla GmbH gestellt hat. Es entwickelt derzeit einen Schuh, der die Grundsätze der „mass customization“ und der Wiederverwertbarkeit miteinander verknüpfen soll. Der Kunde stellt sich aus drei Bestandteilen - Sohle, Fußbett und Oberteil – seinen individuellen Schuh zusammen. Die Herausforderung besteht nun darin, für jedes der drei Teile Materialkombinationen zu finden, die entweder biologisch abbaubar oder 100% rezyklierbar sind.









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