
Ferdinando Galli Bibiena (1657 – 1743), Architekturphantasie; Sergei Tchoban
Tchobans zeichnerische Begabungen wurden maßgeblich während des Studiums an der Petersburger Akademie gefördert, wo der Architekturstudent bis heute den traditionellen Ausbildungsweg durchläuft. Aus dem historisch interessierten, zeichnenden Architekten Tchoban wurde dabei auch der sammelnde Architekt, der Architekturzeichnungen von der Barockzeit bis ins zwanzigste Jahrhundert in einer beachtlichen Sammlung zusammengeführt hat. Zu den in dieser Sammlung vorhandenen Werken zählen u.a. Zeichnungen von Ferdinando Galli Bibiena (1656-1743), Filippo Juvara (1678-1736) und Jaques-Louis David (1748-1825).

Sergei Tchoban: Reality is Truth, Art is Beauty
Die Ausstellung möchte am Beispiel der Zeichnungen Sergei Tchobans und seiner Sammlung neue Zugänge zur Kunst der Architekturzeichnung eröffnen. Die ausgewählten Zeichnungen aus drei Jahrzehnten fokussieren das Thema mit Schwerpunkt auf Darstellungen antiker, barocker und klassizistischer Architektur. In ihrer perspektivisch-illusionistischen Darstellungsweise und darstellerischen Könnerschaft treten sie in einen offenen Dialog mit den zeichnerischen Darstellungen bedeutender europäischer Architekten und Maler des 17. bis 19. Jahrhunderts. Nicht die Kunstfertigkeit soll dabei einem Vergleich unterzogen werden, vielmehr geht es darum die Bandbreite der Techniken und Darstellungsmethoden aufzuzeigen, exemplifiziert an dem Werk und der Sammlung eines leidenschaftlich zeichnenden Architekten.

Sergei Tschoban: Tagebuchblatt2
30. Januar – 14. März 2010
3. Obergeschoss, Haus-im-Haus
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