
Brasilia - Utopie der Moderne
Dokumentation von Christoph Schaub, Schweiz 2007
Brasilia, die Reißbrettstadt, ist weltweit einzigartig in ihrer Entstehungsgeschichte, in ihrer Größe und Bedeutung. Von Anfang an provozierte die Hauptstadt Brasiliens heftige Emotionen, wurde bewundert und geliebt, aber auch abgelehnt und verachtet. Inzwischen wurde die von Oscar Niemeyer geplante Stadt in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Das Architekturporträt des renommierten Schweizer Regisseurs Christoph Schaub macht die Stadt einerseits in ihrem urbanistischen Konzept und anderseits in ihrer stringenten und modernen Architektursprache erfahrbar.

Foto: Petzinka Pink Architekten
Die Jahrhunderthalle in Bochum
Dokumentation von Sabine Stadtmueller, D 2004
Mit ihrer luftigen Stahlkonstruktion gilt die Jahrhunderthalle Bochum als eines der ersten Beispiele für einen rein zweckbestimmten Ingenieurbau. Nach ihrem behutsamen Umbau durch das Architektenbüro Petzinka Pink ist sie zum Symbol für den gelungenen Grenzgang zwischen Tradition und Moderne geworden – und mithin zu einem Wahrzeichen des neuen Ruhrgebiets. Die Dokumentation beleuchtet die Arbeit der Architekten und erzählt die Geschichte des Gebäudes, das eine beeindruckende Synthese alter und neuer Baukunst darstellt.

Asmara - Die schöne Eritreerin
Dokumentation von Stefanie Appel, D 2009
Eritrea ist eines der ärmsten Länder der Welt. Doch seine Hauptstadt Asmara besitzt ein phänomenales Architektur-Ensemble der europäischen Klassischen Moderne: rund 400 Bauten, zwischen 1925 und 1941 von italienischen Kolonialherren errichtet. In Asmara sind auf einzigartige Weise die Kulturen Europas und Afrikas verschmolzen. Der Film entdeckt eine Metropole voller Widersprüche, nach wie vor geprägt von einem verblüffend italienisch anmutenden Lebensstil. Er geht aber auch der dunklen Seite dieser Eroberungsgeschichte nach - die Erinnerung an die damaligen Rassengesetze und an die gewaltsamen Seiten der Kolonialherrschaft sind bei den Einwohnern nach wie vor lebendig. Dreißig Jahre eritreisch-äthiopischer Bürgerkrieg sind ebenfalls nicht spurlos an der Stadt Asmara vorübergegangen.

Foto: ZDF/©Bruno Klomfar
Der Glamour des Abstellraums
Dokumentation von Michael Trabitzsch, D 2009
Erstausstrahlung
Parkhäuser, Tiefgaragen, Autohäuser und Museen für Autos waren lange Zeit nüchterne bis hässliche Zweckbauten. Seit ungefähr 15 Jahren bemühen sich auch berühmte Architekten um eine ästhetische und künstlerische Gestaltung dieser Objekte. Die dreiteilige Dokumentationsreihe findet hierfür beeindruckende Beispiele. Im ersten Teil sind Tiefgaragen in Lyon, Den Haag, München, Graz und Rennes zu sehen, gestaltet von namhaften Architekten und Designern. Der zweite Teil beschreibt Parkhausprojekte in Europa und Japan. Dabei entstanden fantasievoll gestaltete Türme und Geschossflächen, die Klarheit, Licht und Modernität ausstrahlen. Der dritte Teil der Reihe zeigt, dass sich Autohäuser und Automuseen vom profanen Zweck der Abstellfläche befreit haben und somit anziehend auf eine städtische Klientel wirken, die Nutzen und Lifestyle nicht voneinander getrennt erleben möchte. Die Filme auf Arte Plus 7
Arte zeigt die Filme an drei aufeinander folgenden Sonntagen jeweils gegen Mitternacht.

Foto: ©Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Transit Film GmbH/ZDF
Metropolis
Metropolis – filmische Anti-Utopie einer Großstadt: In einer streng getrennten Klassengesellschaft leben die Arbeiter versklavt in unterirdischen Fabriken, während die Reichen ein luxuriöses Dasein in der Oberstadt genießen. »Metropolis« gehört zu den wichtigsten Werken der deutschen Filmgeschichte und ist der erste Film, der von der Unesco zum Weltdokumentenerbe erklärt wurde. Doch die Originalversion des 1927 in Berlin uraufgeführten Klassikers war 80 Jahre lang verschollen. Erst im Sommer 2008 spürten Mitarbeiter des Museo del Cine in Buenos Aires ein 16-mm-Duplikatnegativ auf, das einen großen Teil des verloren geglaubten Materials enthält. Die Uraufführung der neu rekonstruierten »Metropolis«-Fassung wird am 12. Februar um 20.15 Uhr parallel an mehreren Orten stattfinden: Einmal im Rahmen der Berlinale im Friedrichstadtpalast, begleitet vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit der Originalmusik von Gottfried Huppertz, gleichzeitig auch in der Alten Oper Frankfurt mit dem Staatsorchester Braunschweig. Das Event im Friedrichstadtpalast wird zudem live von arte übertragen. Im Anschluss zeigt eine Dokumentation die spannende Geschichte der Restaurierung. Dank des neuen Filmmaterials vermittelt sie einen authentischen Eindruck von der ursprünglichen Fassung des Films, auch wenn noch immer etwa 300 Meter Film fehlen.

Foto: ARTE F/©VL/Alyssa Verbizh
Künstler hautnah: Vincent Lamouroux
Vincent Lamouroux arbeitet mit klassischen Werkstoffen wie Holz, Stahl oder Neon. Sein minimalistisches Schaffen möchte einen Dialog zwischen Ort, Raum und Werk anstoßen. Gezeigt wird die Installation seines Werks »Sol. 07« im Pariser Centre Pompidou. Es spiegelt Lamouroux' Faszination für Achterbahnen wider. Sie inspirieren ihn durch ihre Form und Bewegungsdynamik. Andere Werke des Künstlers verquicken Elemente der Architektur und der Bildhauerei. Dazu gehören zum Beispiel das Neongebilde »Afterimage« sowie ein verfallenes Gebäude, das Lamouroux nicht nur optisch, sondern auch auf der Ebene der körperlichen Wahrnehmung veränderte.
Peter Popp








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