
Das Musterhaus
Film von Sandra Schlittenhardt, Deutschland 2009
Eine Familie mit drei Kindern und durchschnittlichem Einkommen baut sich im teuren München ein Haus. Das allein ist schon bemerkenswert. Richtig spannend wird die Geschichte, wenn man weiß, dass der Bauherr einer der renommiertesten Architekturkritiker Deutschlands und der Architekt ein vielgelobter Meister seines Fachs ist. Gerhard Matzig, Redakteur der »Süddeutschen Zeitung« hat dem Architekten Andreas Meck eine schier unlösbare Aufgabe übertragen: Mit kleinem Budget soll ein anspruchsvolles Wohnhaus entstehen, mit großzügig wirkenden Raumfolgen und hochwertigen Materialien - auf einem geradezu absurd winzigen und ungünstig proportionierten Bauplatz. Das »Musterhaus« soll zeigen, dass vorbildliche Architektur auch unter widrigsten Bedingungen möglich ist. »Die Quadratur des Kreises«, wie Matzig selbst sagt. Anregung für ähnlich problematische innerstädtische Bauvorhaben, wie Meck hofft.

Operation Wüstenschnee – Der Skipalast der Scheichs
Dokumentation, USA 2005
Außerordentliche Ingenieurbaukunst und Extrem-Architektur prägen das Bild einiger der ungewöhnlichsten Bauprojekte unserer Zeit. Eines davon liegt mitten in der Wüste in den Vereinigten Arabischen Emiraten: das Dubai Ski Resort, ein Wunderwerk moderner Technik. In einer der heißesten Regionen der Erde entsteht ein Skiparadies mit fünf Pisten. Dort, wo es im Sommer sonst bis zu 40 Grad heiß werden kann, will man die Temperatur mit 23 riesigen Luftkühlanlagen niedrig halten.

Die Gerüstakrobaten
Film von Beat Rauch, Schweiz 2009
Maurer und Gipser müssen heute nicht mehr wie Bergsteiger an Baugerüsten herumturnen, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen. Rigorose Sicherheitsvorschriften schreiben Treppen und Geländer vor, Lifte und Förderbänder hieven das Baumaterial in die Höhe. Seit Jahrzehnten wird das Berner Münster restauriert. Jetzt stecken nur noch Teile des Turms im Gerüst, die Turmgalerie ist für Besucher zugänglich. Die Firma Nüssli ist spezialisiert auf sogenannte temporäre Architektur. Sie erstellt das imposante Bühnenbild für die Freilichtaufführungen der Bregenzer Festspiele. Rund um Bern hängen wetterresistente Arbeiter mitten im Winter Gerüste an Brücken auf, die saniert werden müssen. Vielerorts bewegen sich die Gerüstebauer jedoch immer noch im Grenzbereich der Schwerkraft: In weiten Teilen Asiens werden heute noch fast ausschließlich Gerüste aus Bambus verwendet - auch beim Bau von Hochhäusern wie beispielsweise in Hongkong.

Wohnträume
Film von Susanne Müller und Andreas Coerper
Auf den ersten Blick mag das Haus mit der »Elefantenhaut« aus grauem Kunststoffschaum so manchen Passanten im beschaulichen Burgenland befremden. Doch Baukosten von nur 75.000 Euro netto für circa 100 Quadratmeter Grundfläche bei drei Monaten Bauzeit dürften auch Zweifler überzeugen. In Österreich scheint der Traum vom guten und günstigen Eigenheim realisierbar zu sein. In Berlin wird gerade etwas ganz Außergewöhnliches gebaut, sogenannte »Car-Lofts«: Ein Lift bringt die moderne Familie inklusive Auto und Einkäufen in den vierten Stock. In der Wohnetage angekommen, parkt der Bewohner auf dem eigenen Stellplatz in der Car Loggia direkt neben der Wohnungstür. Ein Film über innovative Wohnformen der Zukunft. weitere Infos zum Haus mit der Elefantenhaut

Gero von Boehm begegnet: Daniel Libeskind
Erstausstrahlung
Im März wird der Architekt Daniel Libeskind mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Er entwarf unter anderem den Erweiterungsbau des Berliner Museums für das Jüdische Museum und gewann die Ausschreibung für den Neubau des World Trade Centers. Gero von Boehm trifft den Baumeister in New York und erfährt viel über dessen Elternhaus, seine Zeit in Israel, sein Leben in Amerika und über Antisemitismus in Deutschland.

Andalusien - Wohnen im Berg
Dokumentation von Philippe Molins, Frankreich 2006
Einst Symbol der Armut, heute eine originelle Behausung und ideale Wohnlösung bei andalusischer Hitze und Kälte: die archaischen Höhlensiedlungen von Gorafe, vor über tausend Jahren von den Mauren erbaut. Während der Rechristianisierung suchten viele Menschen der Provinz Granada Unterschlupf in den Berghöhlen, später brachten Großgrundbesitzer ihre Landarbeiter darin unter. Ganze 40.000 Höhlen waren um 1950 noch bewohnt. Arte taucht ein in die Welt der Höhlen von Gorafe und trifft dabei auf ganz neue und leidenschaftliche Höhlenbauer und -bewohner.
Peter Popp








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