105 Beiträge aus zehn Ländern wurden in diesem Jahr für den Wettbewerb eingereicht. Zwei Jurys vergaben 27 Preise: Die Fachjury zeichnete 11 Beiträge mit dem „universal design award 2010“ aus. Die Jury der Nutzer und Verbraucher vergab fünf Mal den „universal design consumer favorite 2010“ und 11 Beiträge erhielten beide Auszeichnungen.
Der jährlich vergebene universal design award zeichnet herausragende Produkte und Dienstleistungen aus, die den Prinzipien und Merkmalen des universal design entsprechen: Sie zeigen einen verantwortungsvollen Umgang mit den schwindenden globalen Ressourcen und setzen sich aktiv mit der veränderten Demographie in den Industriegesellschaften auseinander. Universal design soll in seiner Lebens- und Benutzerqualität möglichst vielen Menschen, Jungen bis Alten, eine weitestgehend selbstbestimmte Arbeits- und Lebensweise ermöglichen, wenn nicht sogar garantieren.
Im Folgenden haben wir haben die Preisträger mit Bezug zu Architektur und Innenarchitektur herausgepickt.
IGLOOM ist ein modulares Raum-im-Raum-System aus luftgefüllten, semitransparenten Biokunststoffkissen. Seine Einzelsegmente werden nach Bedarf mit einer Elektropumpe aufgeblasen und auf einem Alurohrstecksystem aufgereiht. IGLOOM – frei aufgestellt oder von der Decke abgehängt – ist poetisch anmutend, ästhetisch eigenständig und dennoch formal sehr reduziert. So lässt es sich variabel in viele räumliche, generationsübergreifende Zusammenhänge und vielfältige Nutzungenszenarien einbinden. Und IGLOOM ist ein nachhaltiges Produkt: es werden biologisch abbaubare Kunststoffe aus natürlichen Rohstoffen verwendet, die Herstellungskosten sind niedrig, das Transportgewicht gering und der Auf-, Ab- und Umbau einfach.

Foto: Designer two-design GbR, Claudia de Bruyn, Ratingen

Foto: Designer Bolon AB, Marie Eklund, Ulricehamn, Sweden
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