Architekten: von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg
Der große Vorteil der alten Messe war die Lage der Messe innerhalb der Stadt. Diese wurde aufgegeben und ein Standort in der Nähe des Flughafens und der Autobahn gefunden. Ein neuer, künstlicher Ort entstand, Stadt- und Landschaftsplanung, Architektur und Ingenieurbaukunst vereinen sich in einer ansonsten eher ungestalteten Umgebung.

Foto: Busam/Richter

Foto: Busam/Richter

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Die beiden selbsttragend ausgeführten Giebelfassaden der Halle entlasten die gewölbte Konstruktion. Um die Verformungen des außen liegenden Tragwerks sowie der Einzelscheiben kompensieren zu können, musste eine zwängungsfreie Glaslagerung gewährleistet werden. Das in der Scheibenebene liegende Kugelgelenk reicht hierfür nicht aus. Deshalb wurden drei unterschiedliche Ausführungen der Punkthalter eingesetzt, die verschiedene Freiheitsgrade ermöglichen. Während der erste Haltertyp in der Scheibenebene fest fixiert ist, lässt der zweite durch ein einfaches Achsgelenk Verformungen in einer Richtung der Scheibenebene zu. Der dritte Haltertyp ermöglicht durch ein Kugelgelenk alle Verformungen in der Scheibenebene, d.h. er fixiert die Scheibe nur senkrecht.
Eine Überhitzung im Sommer wird durch natürliche Belüftung ausgeschlossen. Frische Luft tritt an den bis zu einer Höhe von 2,5 m durchlaufenden Glaslamellen ein, die erwärmte Luft wird nach oben geschoben und entweicht durch gläserne Öffnungsflügel im First, die im Brandfall als Rauchabzug dienen. Daneben reduziert eine keramische Bedruckung des Glases im kritischen Bereich die Sonneneinstrahlung. Das außen liegende Tragwerk verschattet ca. 15 % der bestrahlten Fläche. An besonders heißen Tagen besprüht eine äußere Scheibenwaschanlage die Glasflächen mit entkalktem Wasser, wodurch Verdunstungskälte entsteht.

Grundriss 1:2500

Schnitte 1:1000

Glashalterung 1:20

Glashalterung 1:5
Heide Wessely








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