
Foto: www.wohnmodelle.at
Weil es junge Architektenteams in der Praxis oft schwer haben den Zugang zu Bauträgern zu finden, geht der Wiener Stadtrat nun neue Wege. Im Rahmen der Wiener Wohnbaufestwochen rief er bereits "Open Space - Young Architecture - Avantgarde trifft Baupraktiker" ins Leben, um junger Architektur ein Forum zu bieten.
Wichtig ist eine gute Vernetzung von jungen Architekten und potentiellen Auftraggebern, damit der Start in den Beruf nicht so schwer fällt. Und für eine moderne Weltstadt wie Wien ist die aktive Förderung moderner, innovativer architektonischer Ideen für eine dynamische Weiterentwicklung von großer Bedeutung.
Das Potenzial dafür ist vorhanden: Hervorragende und äußerst talentierte junge Architektinnen und Architekten können ganz neue Ansätze in die Gestaltung der Stadt bringen und die Wiener Architekturszene ist international ja schon für Kreativität und Mut zu neuen Wegen bekannt. Jetzt erfährt der Wiener Wohnbau auch noch ein update.
Architekten und Bauträger sollen sich unterstützt von der Stadt näher kennenlernen, Austauschen und Vernetzen. Vertreter gemeinnütziger Bauträger nutzen die Gelegenheit für Gespräche und die Erarbeitung erster konkreter Vorschläge. Die resultierenden Anregungen sollen in weitere Überlegungen einfließen und durch die Wiener Wohnbauforschung auf Umsetzbarkeit geprüft werden.
Gerade die neuen sozialen Herausforderungen für eine Stadt wie Wien machen neue Lösungen notwendig. Die Architektur kann und muss ihren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft leisten. Durch die stärkere Einbeziehung junger Ideen und die engere Kooperation aller Beteiligten soll die Entwicklung neuer, gemeinsamer Konzepte vorangetrieben werden. Aber das ist noch nicht alles.
Einen Schwerpunkt zur Förderung junger Architektur setzt Wien auch im Rahmen der Bauträgerwettbewerbe. Bei der Ausschreibung des Bauträgerwettbewerbs für den Bauplatz an der Erzherzog Karl-Straße konnte die Stadt durch den Wohnfonds-Wien einen Wettbewerb durchführen, bei dem ausschließlich Projektteams aus Bauträgern und Jungarchitekten teilnahmeberechtigt waren.
Die Erfahrungen waren durchweg positiv, so dass weitere Projekte folgen sollen. Nachahmer sind grundsätzlich gesucht und bei der jungen Architektenschaft recht herzlich willkommen.
Im Wiener Künstlerhaus läuft passend dazu und noch bis 22. Februar 2009 die Ausstellung „Wohnmodelle“.
Tina Seyffert








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